Rheinpfalz Abschlagszahlungen künftig in elf Monatsraten

Der Zwischenbericht der Gemeindewerke hat am Mittwoch den Ortsgemeinderat Waldfischbach-Burgalben beschäftigt. Aus dem Bericht vom 30. Juli 2015 geht hervor, dass das E-Werk mit 31.000 Euro weniger als im Planentwurf vorgesehen abschließt. Ein Minus von 25 Prozent wurde im Haushaltsjahr festgestellt, was vor allem an der zurückgehenden Stromabnahme liegt. Ortsbürgermeisterin Silvia Henne (SPD) will Abwarten, wie sich die Situation zum Ende des Jahres darstellt, da es sich bei dem Ergebnis um einen Zwischenbericht handelt.
Beim Wasserwerk rechnet man mit einem Gewinn von 34.000 Euro, was dem entspricht, was das Werk im Jahr 2012 eingefahren hatte. Bei einem größeren Zwischenfall – wie einem Wasserrohrbruch – könne diese Summe jedoch schnell ins Minus abrutschen, hieß es auf der Ratssitzung. In allen Bereichen sei man, so Henne, im Plansoll. Aus dem E-Werk wurden 630.000 Euro für das Wasserwerk entnommen. Dies wurde notwendig, da die Ausbaubeiträge für die Lindenstraße noch nicht erhoben wurden. Sobald diese eingezogen werden, werde der Betrag zurückgebucht. Künftig werden die Abschlagszahlungen für Wasser und Strom nicht mehr in zehn, sondern in elf Monatsraten erhoben. Begonnen wird damit ab dem 15. Februar. Der Austausch von Brandschutzklappen an der Lüftungsanlage des Bürgerhauses Schuhfabrik werde für 12.749 Euro vorgenommen. Der Rat sieht die Beseitigung der Mängel wegen der vielen, dort stattfindenden Veranstaltungen als dringlich an. Jetzt sehe man auch, dass man sich im Bürgerhaus in einer ehemaligen Schuhfabrik befindet, meinte Henne mit Blick auf die Neuerungen wie Vitrinen und Bilder, für die der Verein für Heimatpflege verantwortlich ist. Die Ortsbürgermeisterin informierte zudem darüber, dass ein Schlafraum in dem gemeindlichen Kindergarten eingerichtet worden sei. Ein zweiter sei in der Planung und soll demnächst in die Ausschreibung gehen. Für den ersten Schlafraum wurde vom Bauhof die Toilette der Grundschule in Burgalben umgebaut. Auch zu Straßenerneuerungen äußerte sich die Ortsbürgermeisterin. Die Trasse für die noch einseitig gesperrte Fahrbahn der Kappesdelle wurde abgesteckt. Darüber soll mit den Anliegern gesprochen werden. Henne geht davon aus, dass man mit dem vorliegenden Plan, bei dem die Sandsteinmauer wegen der Hangbegrünung nicht mehr so hoch werde, im Kostenrahmen liege. Rund 60.000 Euro, die über die wiederkehrenden Beiträge für die Straßen erhoben werden, soll die Maßnahme kosten. Die Straßenschäden im Ort seien aufgenommen worden. Rund 3000 Meter Risse seien registriert worden. Sie sollen zusammen mit etwa 100 Bordsteinen noch bis zum Winter repariert werden. Das Haushaltsvolumen für die Straßenreparaturen solle steigen, kündigte Henne an. Die Treppe, die die Schloßstraße mit dem Eichenwäldchen verbindet, sowie diejenige in der Helle-Röder-Straße bleiben geschlossen. In den Haushaltsberatungen im Oktober wird der Rat darüber entscheiden müssen, ob Mittel für deren Herstellung zur Verfügung gestellt werden können, oder ob die Treppen abgerissen werden. In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Aufgabe des Treppenweges am Radweg im Schwarzbachtal beschlossen. Der Treppenweg befindet sich laut Henne gar nicht auf der Gemarkung von Waldfischbach, zudem sei der Forst für die Sicherung zuständig. Der Rat will jetzt einen vorhandenen Weg parallel zum Schwarzbach nutzen, um zur Brücke über den Bach zu gelangen, hinter der sich der Jugendzeltplatz befindet. Der erste Beigeordnete Christian Weidler führt künftig den Geschäftsbereich „Jugend, Kulturprogramm, Veranstaltungen im Bürgerhaus, Verein- und Jugendbetreuung, Tourismus, Feste und Spielgeräte“. (jn)