Rheinpfalz Abgestrampelt für den guten Zweck

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890 Kilometer in einer Woche auf dem Fahrrad, dabei mehr als 7000 Höhenmeter zu überwinden und unbequeme Nächte in überfüllten Turnhallen: So gestaltete sich die 16. Ausgabe der „Fairplay-Tour“. Bei diesem Großereignis für einen guten Zweck waren über 300 Jugendliche verschiedener Nationalitäten und Altersstufen dabei – auch eine Gruppe der Berufsbildenden Schule Kusel sowie ein Team der Integrierten Gesamtschule Schönenberg-Kübelberg.

Bereits im Vorfeld der Tour sammelten die Schüler mit sportlichen Aktionen wie den sogenannten Lebensläufen bei verschiedenen Sponsoren Spenden, die in diesem Jahr einem Schulbauprojekt in Ruanda zugutekommen. Dort dürfen sich mehr als 300 Schüler unter anderem über neun neue Klassenräume, neue Schulmöbel und einen Gemüsegarten freuen. Joachim Hentschel, Lehrer an der IGS Schönenberg-Kübelberg, war zum zweiten Mal als Betreuer mit von der Partie und zeigt sich begeistert von der Tour. „Es ist einfach kaum mit Worten zu beschreiben, was das für ein Gefühl ist, wenn man mit über 300 Schülern und Betreuern in einer Gruppe fährt“, schwärmt Hentschel. „Besonders der tolle Empfang in den Orten der Etappenziele war sensationell.“ Chris Herter, als Betreuer für das Team der BBS Kusel mit dabei, kann sich dem nur anschließen. „Man fühlt sich fast wie ein Teilnehmer bei der Tour de France, wenn man mit einer so großen Gruppe in eine Ortschaft kommt und alle dir zujubeln“, schildert er. Genauso einig sind sich die beiden Lehrer auch in einem weiteren Punkt: „Mit das Schönste und Herausforderndste an der Tour ist der Teamgedanke, sich auch für andere einzusetzen, das Durchhalten und das Über-sich-Hinauswachsen, weiß Herter. „Das Ganze kann nur funktionieren, wenn alle im Team zusammenarbeiten und vernünftig miteinander umgehen“, bestätigt auch Joachim Hentschel. Denn dass die „Fairplay-Tour“ keine simple Radtour ist, und man vor der Leistung der Jugendlichen nur respektvoll den Hut ziehen kann, wird deutlich, wenn man sich die einzelnen Etappen ansieht. In diesem Jahr wurde die längste Etappe aller bisherigen Touren gefahren. 156 Kilometer legten die Teilnehmer dabei auf der Strecke zwischen dem belgischen Bütgenbach und Luxembourg an einem Tag zurück. Doch trotz all der Anstrengungen freuen sich viele Teilnehmer bereits auf die Tour im kommenden Jahr, denn es bleibt die Erinnerung an ein außergewöhnliches Erlebnis sowie die Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben. (dbu)

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