Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel 58-Jähriger überlebt Zugunfall bei St. Wendel schwer verletzt

Ein Zug des Betreibers Vlexx.
Ein Zug des Betreibers Vlexx. Archivfoto: dpa

Bei einem Bahnunfall ist am 22. September bei St. Wendel ein Mann schwer verletzt worden. Ein Regionalexpress des Zugbetreibers Vlexx erfasste den 58-Jährigen gegen 15.15 Uhr auf der Strecke zwischen Nieder- und Oberlinxweiler. Nach den Aussagen der Lokführerin geht die Bundespolizei in Bexbach von einer versuchten Selbsttötung aus.

Der Mann sei zu Fuß auf den Gleisen gewesen, sagte die Lokführerin aus. Sie habe noch versucht, einen Zusammenstoß zu verhindern und eine Notbremsung eingeleitet. Dennoch wurde der Mann von der Bahn erfasst. Der Zug, der von Saarbrücken nach Frankfurt unterwegs war, kam erst ein gutes Stück weiter zum Stehen.

Der 58-Jährige überlebte den Unfall schwer verletzt. Ihm wurden beide Beine abgetrennt. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Wie es dem Opfer einen Tag nach dem Unfall ging, konnte Pressesprecher Dieter Schwan von der Bundespolizei Bexbach gestern noch nicht sagen.

Strecke zwei Stunden gesperrt

Die Zugstrecke zwischen St. Wendel und Neunkirchen war gut zwei Stunden gesperrt. Auch die angrenzende Bundesstraße 41 war wegen der Rettungsmaßnahmen voll gesperrt, wie Schwan auf RHEINPFALZ-Nachfrage mitteilte.

Nachdem Vlexx einen Ersatzlokführer gefunden hat, konnten die 100 bis 150 Reisenden nach zwei Stunden weiterbefördert werden. Die Bundespolizei Bexbach und die saarländische Landespolizei haben die Ermittlungen zu dem Zugunfall aufgenommen.

Die Verbindung mit Halt in Neubrücke gilt als wichtige Strecke für den Zugverkehr nach Frankfurt.

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