Eisenberg 40 machen schon mit

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Die Vorbereitungen für die erste Testphase des Forschungsprojekts „Digitale Dörfer“ in den Verbandsgemeinden Eisenberg und Göllheim laufen auf Hochtouren. Allerdings werden noch weiterhin Freiwillige gesucht, die sich als ehrenamtliche Transporteure oder als Kunden betätigen wollen.

Die Grundversorgung im ländlichen Raum zu erhalten und zu verbessern und die regionale Wirtschaft zu stärken – das sind zwei zentrale Ziele des Forschungsprojekts, das die beiden Verbandsgemeinden gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IESE und dem Land Rheinland-Pfalz umsetzen. Kern des Vorhabens ist, wie berichtet, einen regionalen Online-Shop zu testen. Wer mitmacht, kann während der geplanten Testphasen – die erste ist im Mai – Waren von mehreren in den beiden Verbandsgemeinden ansässigen Händlern online bestellen. Ehrenamtlichen Transporteure sorgen für eine schnelle Auslieferung an die Kunden – soweit zumindest die Theorie. Laut Jürgen Stutzenberger, der bei der VG Eisenberg federführend für das Projekt zuständig ist, haben sich bislang insgesamt 40 Freiwillige gemeldet, die sich als ehrenamtliche Transporteure betätigen wollen. Davon wollen 32 als Kunden des Online-Shops auch selbst Waren bestellen. Die Mehrzahl der Teilnehmer, nämlich 36, kommt aus der Verbandsgemeinde Eisenberg. 22 sind Mitarbeiter der Verwaltung oder der Werke. In der Verbandsgemeinde Göllheim laufe das Anmeldeverfahren innerhalb der Verwaltung aber noch. 150 Helfer und 800 Bestellungen im Monat seien das Ziel. „Es wird voraussichtlich Ehrenamtliche geben, die die Waren bei den Einzelhändlern abholen und dann zur Verteilerzentrale bringen“, erläutert Jürgen Stutzenberger. „Von dort sollen sie in die Unterverteilungsstationen am Wohnort des Kunden gebracht werden. Dabei haben wir in erster Linie an die Mitarbeiter der Verwaltung und der Werke gedacht. Die Verteilung im Ort selbst könnte von Freiwilligen getätigt werden, die dort wohnen.“ Alle Teilnehmer sollen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen werden. „Natürlich brauchen wir in der ersten Testphase im Mai 2016 wesentlich mehr Teilnehmer, um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten“, wirbt Stutzenberger um weitere Mitstreiter. „Wir sind für jede Meldung dankbar, damit auch in der dritten Phase 2017, in der der Online-Shop ein ganzes Jahr betrieben werden soll, das Projekt ein Erfolgsmodell wird.“ Stutzenberger betont, dass die Ehrenamtlichen nicht in der Haftung sind, falls beförderte Waren beschädigt oder gestohlen werden. In der Erprobungsphase sind die Freiwilligen, die im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz unterwegs sind, wie alle Ehrenamtlichen versichert. Die Transporteure seien außerdem frei in der Entscheidung, wann und in welchem Gebiet sie helfen wollen. Insgesamt 14 Händler und Freiberufler – fünf aus der VG Göllheim und neun aus der VG Eisenberg – beteiligen sich an der ersten Testphase („Zur Sache 2“). „Weitere Händler können sich bei uns melden“, sagt Stutzenberger. „Sie werden aber erst für 2017 eingeplant. Für die beiden ersten Testphasen reicht das Warenangebot schon aus. “ Für die Dauer des Projekts ist der Fachbereich Tourismus und Wirtschaftsförderung um eine weitere Kraft verstärkt worden. Während Fachbereichsleiter Stutzenberger, der für beide Verbandsgemeinden die Federführung innehat, hauptsächlich konzeptionell arbeitet und sich um das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, ist Thorsten Hutzenlaub schwerpunktmäßig für das operative Geschäft zuständig. Die technische Umsetzung, wie der Web-Shop genau funktioniert und wie der Einsatz der Ehrenamtler koordiniert wird, obliegt den Software-Spezialisten von IESE in Kaiserslautern. Doch wem vor allzuviel moderner Technik graust, den kann Jürgen Stutzenberger beruhigen: Bestellungen sollen auch ganz klassisch per Telefon möglich sein.

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