Rheinpfalz 40 Helfer putzen Wald und Flur

Stolz präsentierten die Helfer das Ergebnis ihrer Säuberungsarbeit.
Stolz präsentierten die Helfer das Ergebnis ihrer Säuberungsarbeit.

Überraschend war nicht die erhebliche Menge des Unrats, sondern die überaus große Anzahl an Helfern bei der Säuberungsaktion auf der Gemarkung der Gemeinde Herschberg in der vergangenen Woche. Fast 40 Helfer gingen die Aufgabe in mehreren Gruppen an. „Generalstabsmäßig“ geplant wurde sie von Gemeinderatsmitglied Patrick Sema mit Unterstützung des ersten Beigeordneten Andreas Schneider.

„Den eigentlichen Anstoß gab mein alter Schulfreund Jochen Huber“, betont Sema. Mit ihm habe er sich über seinen Ärger wegen in großer Menge illegal abgelagertem Müll im Staatsforst im Schlosswald unterhalten und auch über die Unsitte, seinen Dreck wahllos überall in die Landschaft zu werfen. Das sei ja umso verwerflicher, weil das Meiste davon problemlos und ohne Kosten im gelben Sack entsorgt werden könne. Huber hatte jedenfalls die Idee für einen Frühjahrsputz, den Sema in die Tat umsetzte. In Kopien von Flurkarten wurden die Routen eingezeichnet, Müllsäcke und Gummihandschuhe besorgt und auch Transportmöglichkeiten bereitgestellt. Dank der großen Helferschar konnten die meisten der vorgesehenen Strecken bis hinunter zur Weihermühle bearbeitet werden. Was dabei alles gefunden wurde, ließ manchen Freiwilligen erstaunen. Mehr als ein Dutzend Autoreifen lagerten im Gebüsch oder im Graben. Weitaus gefährlicher waren Glasscheiben, die man leicht übersehen und an denen man sich verletzen kann. Mehrere vollständige Bündel mit Zeitungen hat offensichtlich jemand lieber hinter einen Felsen geworfen anstatt sie auszutragen. Einen Kaugummiautomaten, einen Begrenzungspfosten, Dachlatten und anderes Baumaterial hätte auch niemand am Wegesrand oder im Wald vermutet. Mehrere Plätze, an denen Party im Freien gefeiert wird, haben die Sammler entdeckt, denn dort waren im weiten Umkreis leere Sektflaschen und eine Menge kleiner Schnapsfläschchen verstreut. Alles in allem reichte am Ende der große Anhänger fast nicht aus, um das ganze Sammelgut aufzunehmen. Die helfenden Frauen und Männer kamen nicht aus einer Gruppe oder einem Verein, sondern aus verschiedenen Generationen im ganzen Ort. An der Aktion „saubere Landschaft“ beteiligte sich auch eine kleine Gruppe von Kindern der Herschberger Kita „Vogelnest“. Dort wurden sie zuvor in einer Arbeitsgruppe an die Probleme der Müllvermeidung und Müllbeseitigung herangeführt.

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