Rheinpfalz 200 Kilometer Wanderwege sollen entstehen

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Auf der Grundlage eines vorläufigen Angebots des Planungsbüros VIA Köln lässt die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land auf einer Streckenlänge von 200 Kilometern für 260.000 Euro ihr Wanderwegenetz ausbauen. Dies beschloss der Verbandsgemeinderat am Dienstagabend einstimmig, obwohl Fördermittel nicht wie erhofft fließen.

Das Projekt wurde am 26. März im Entwicklungsprogramm EULLE, Leader Förderperiode 2014 bis 2020, bei der „Pfälzerwald plus“ eingereicht. Unter fünf Projekten kam man nicht auf die erhofften ersten beiden Plätze, sondern mit 85 Punkten auf Rang drei. Dafür gibt es statt der eingeplanten Förderung von 150.000 Euro nur 97.500 Euro. Der Eigenanteil der Verbandsgemeinde erhöht sich dadurch auf 162.250 Euro. Der gegenüber der Haushaltsplanung erhöhte Eigenanteil wird durch eine höhere Verminderung des Zahlungsüberschusses im Finanzhaushalt aus dem Vorjahr abgedeckt. Fraktionsübergreifend war man sich mit Bürgermeisterin Silvia Seebach einig, dass man noch in den Anfängen des Tourismus stecke und durchaus einiges investieren müsse, um diesen anzukurbeln. Abgespeckt hatte man aus Kostengründen die Pläne für einen Neubau des Brandschutzzentrums Lemberg, das vor fünf Jahren in Betrieb ging. Dies war nach Ansicht von SPD-Ratsmitglied Klaus Lehmann aus Eppenbrunn keine gute Entscheidung. Jetzt benötige man einen Serverraum, der nicht nur zusätzlich Geld koste, sondern den Raumbedarf der Aktiven und der Jugendfeuerwehr einenge. In Aussprache und Diskussion war gar die Rede von einem Containeranbau. Über drei Varianten hatte der Rat zu entscheiden. Man entschied sich für die Unterteilung des Raumes 13 in einen Server- und einen Bereitschaftsraum, der durch einen Wanddurchbruch vergrößert wird. Mit dieser einstimmig getroffenen Entscheidung bleibt Raum 14 als Büro erhalten. An baulichen Kosten entstehen 11.000 Euro plus etwa 2000 Euro für Funk- und Antennentechnik. Wehrleiter Bernd Hunsicker hatte ebenfalls die beschlossene Variante favorisiert. Die Sonnenschutzeinrichtungen an der Grundschule Lemberg sind defekt. Nach Auskunft eines Fachbüros würden neue Außenjalousien für alle Klassenräume rund 40.000 Euro kosten. Nachdem auch noch Brandschutzmaßnahmen für 20.000 Euro anstehen, sprach sich Seebach mit ihrer Verwaltung für eine Generalsanierung des gesamten Gebäudes einschließlich Pavillon aus, um an Zuschüsse kommen zu können. Damit trage man, so SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Hoffmeister, dem schon vor zwei Jahren von seiner Fraktion vorgetragenen Verlangen Rechnung. So beschloss der Rat einstimmig, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen und zunächst die drei am stärksten bestrahlten Klassenräume mit neuen Außenjalousien versehen zu lassen. Die Warnung der Bevölkerung über Sirenen gehört zum Katastrophenschutz. Einstimmig sprach sich der Rat für den Erhalt vorhandener Sirenen aus. Dabei beschloss man die Erstellung eines flächendeckenden Sachstandsberichtes. Silvia Seebach hatte die 2017 beschlossene Anschaffung von I-Pads für die VG-Ratsmitglieder nochmals zum Thema gemacht, nachdem sich einige Ratsmitglieder zwischenzeitlich privat solche Geräte angeschafft hatten. Besonders die SPD kritisierte dies als befremdend und als Missachtung des Rates. Nach langer Diskussion blieb es einstimmig bei dem gefassten Beschluss aus dem Vorjahr.

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