Eisenberg 14 Kandidaten auf dem Wahlzettel

Blick auf Lautersheim.
Blick auf Lautersheim.

„Heute um 15.30 Uhr sind wir alle noch davon ausgegangen, dass nur zwölf Namen auf dem Stimmzettel stehen dürfen. Nach meinem Hinweis auf den anzuwendenden Passus im Wahlgesetz und einem Anruf bei der Landeswahlleitung in Mainz hat der zuständige Mitarbeiter der Göllheimer Verbandsgemeinde-Verwaltung dann richtiggestellt: In Lautersheim dürfen doch bis zu 18 Namen auf den Stimmzetteln zur Wahl des Gemeinderats stehen“, sagte Ortsbürgermeister Thomas Mattern. Der Ortschef hat der Bürgerversammlung am Donnerstagabend die besondere Brisanz genommen, noch bevor sie begonnen hatte. Eine bis 15.30 Uhr durchaus denkbare „Kampfabstimmung“ über die ersten zwölf Plätze war somit gar nicht notwendig. Im Prinzip ging’s in der 20-köpfigen Versammlung nur noch um die Reihenfolge, in der die zur Wahl stellenden Bewerber auf dem Stimmzettel stehen. Die Reihenfolge hat bei dem - von den Lautersheimern erstmals gewählten – Mehrheitswahlverfahren über eine einzige Liste nur formalen Charakter, weil „die allermeisten Bürger die Chance nutzen, über jeden einzelnen der dort stehenden 14 Bewerber abzustimmen“, betonte Mattern. So gab’s über die vom Ortschef vorgeschlagene Nummerierung der Kandidaten keine Diskussionen. Auch nicht um Platz eins, der der Liste gemäß Wahlgesetz den Namen gibt: im Lautersheimer Fall sind dies nun Bewerber von der Wählergruppe (WG) Zengerle. Mattern hatte vorgeschlagen, auf dem Wahlvorschlag zunächst amtierende Ratsmitglieder, diese nach Dienstalter geordnet, und dann die „Neuen“ – chronologisch nach der Mitteilung ihrer Kandidatur – aufzulisten. Diese Reihenfolge bestätigten in geheimer Wahl die zwölf der 20 an der Versammlung teilnehmenden Bürger, die über die gemeinsame Liste bestimmen wollten. Horst Zengerle als dienstältestes Lautersheimer Ratsmitglied steht damit auf dem namensgebenden Platz 1. Er ist mit 66 Jahren zudem der älteste aller Bewerber für den Lautersheimer Gemeinderat; Manuel Kröger wird Ende April 18 Jahre alt und ist der jüngste der insgesamt 14 Kandidaten. Der wieder als Ortsbürgermeister kandidierende Mattern belegt den 14. Platz; im sehr wahrscheinlichen Fall seiner Wiederwahl zum Ortschef würde er als Ratsmitglied wegfallen. Mattern sagte, dass es besser sei, wenn die Liste nicht seinen Namen trage; dadurch werde auch deutlich, dass dieser Wahlvorschlag ein anderer als der vor fünf Jahren sei. Damals gab es zwei Listen: die der WG Mattern (eine gemeinsame aus SPD, CDU und Parteilosen) und eine Liste der FWG. Die erstmals von allen politisch in Lautersheim Aktiven erstellte gemeinsame Liste wird nun an die VG-Verwaltung in Göllheim als zuständige Wahlleitung geleitet; diese prüft die formale Rechtmäßigkeit des Wahlvorschlags. Danach sollen an jeden Lautersheimer Haushalt Informationsblätter zur Kommunalwahl am 26. Mai verteilt werden, teilte Mattern mit. Unter anderem werden dort alle Gemeinderatskandidaten vorgestellt. Schließlich wohnen einige Bewerber noch nicht allzu lange in dem Dorf, sind nicht allen Mitbürgern bekannt. Außerdem wird das von Lautersheimern gewählte System der Mehrheitswahl erläutert. Etwa, dass auf dem Stimmzettel mit den 14 Namen maximal zwölf Kreuze gesetzt werden dürfen – genauso viele wie Gemeinderatssitze –, man jedem Kandidaten nur eine Stimme geben kann und es zwölf Leerzeilen zum Eintragen anderer Namen gibt.

Ortsbürgermeister Andreas Mattern informierte bei der Bürgerversammlung.
Ortsbürgermeister Andreas Mattern informierte bei der Bürgerversammlung.
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