Rheinpfalz Überraschte Gesichter bei den Geehrten

Ausgezeichnet: Hannah Mergenthaler, Andreas Hofmann (Mitte) und Jan-Philipp Fischer, stellvertretend für die Herren des Mannheim
Ausgezeichnet: Hannah Mergenthaler, Andreas Hofmann (Mitte) und Jan-Philipp Fischer, stellvertretend für die Herren des Mannheimer Hockeyclubs, grüßen als Sportler des Jahres.

«Mannheim.» Die Überraschung ist gelungen. Mit den Leichtathleten Andreas Hofmann (Speerwurf) und Hannah Mergenthaler (400 Meter), beide von der Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft 1899 (MTG), sowie den Herren des Mannheimer Hockeyclubs hat die Jury nicht unbedingt die Topfavoriten zu Mannheims Sportlern des Jahres gekürt.

Faustball, Judo, Karate, Hockey, Handball oder Inlinehockey und viele andere Sportarten mehr – überall waren Sportlerinnen und Sportler aus Mannheim erfolgreich. „Alleine das Spektrum zeigt, dass wir eine grandiose Sportstadt sind“, lobte Sportbürgermeister Lothar Quast (SPD). Die große Anzahl eingeladener Athleten erklärte Fachbereichsleiter Uwe Kaliske: „Im vergangenen Jahr hatten wir sehr viele erfolgreiche Mannschaften. Dadurch sind es natürlich mehr Leute.“ Die Hockeyspieler des Mannheimer HC etwa, die 2017 zugleich bittere Enttäuschung und grenzenlosen Jubel erlebten. Unterlagen die Männer in der Halle noch unglücklich im Penaltyschießen, kannte der Jubel im Mai keine Grenzen, als die jahrelange Aufbauarbeit mit dem ersten Feldtitel gekrönt wurde. Dennoch schauten die Spieler etwas ungläubig drein, als der MHC als Siegermannschaft auf die Bühne gerufen wurde. „Wir haben in der Region sehr viele, sehr gute Vereine“, begründete dies Mannschaftskapitän Jan-Philipp Fischer. Noch ein bisschen ungläubiger reagierte Hannah Mergenthaler. „Mein Trainer hat mir nicht einmal verraten, dass ich nominiert war“, staunte die 21-jährige, die sich unter anderem mit Platz sechs in der 4x400 Meter Staffel bei den Weltmeisterschaften, der Vizeeuropameisterschaft, der Teameuropameisterschaft und dem Deutschem Meistertitel über 400 Meter in der Altersklasse U23 ganz vorne platzierte. Und auch für Multitalent Andreas Hofmann war die Ehrung eine Premiere. Multitalent, weil der Deutsche Hochschulmeister im Speerwurf zugleich den Meistertitel im Kugelstoßen holte. „Das war eigentlich nur eine Schnapsidee für das Training in der Halle. Dort funktioniert Speerwurf eben nicht so gut“, erklärte er. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg – im Breiten- wie im Spitzensport“, sagte Quast angesichts der vielen Erfolge. Die ersten Großveranstaltungen 2018, wie das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft im Hallenfaustball, fanden bereits statt, die nächsten stehen mit dem Maimarkt-Reitturnier und der MTG-Junioren-Leichtathletik-Gala an. „Alles steht dafür, was in dieser tollen Sportstadt geleistet wird“, so der Sportbürgermeister. Und auch ein weiterer Name steht dafür: Lutz Pauels erhielt die Auszeichnung als „Verdiente Persönlichkeit des Sports“. Der 71-Jährige übt seit 1983 unterschiedliche Funktionen beim Mannheimer ERC aus und ist im Eissport ein bundesweites Aushängeschild Mannheims.

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