Eishockey
Zweibrücker „Hornets“: Rechtzeitig wieder in der Spur
Die Baden-Württemberg-Liga, in der nun die Best-of-five-Finalserie ansteht, war vor der jetzigen Saison neu zusammengestellt worden – aus der früheren Regionalliga Südwest, in der zuletzt nur noch fünf Mannschaften mitgemischt hatten, und der früheren Landesliga. In drei Gruppen à fünf Teams wurde eine Vorrunde gespielt, die besten acht Klubs machten in der Meisterrunde weiter, die übrigen in einer Pokalrunde. Ralf Wolf, seit fünf Jahren Trainer der Zweibrücker, war vor Saisonstart durchaus skeptisch, ob das sportlich zusammenpasst.
„Anfangs war es eine schwere Zeit mit den Landesligisten“, sagt er rückblickend auf extrem hohe Ergebnisse. Letztlich habe sich das Konstrukt Baden-Württemberg-Liga aber doch als „Geniestreich“ erwiesen, denn immerhin hätten es mit dem Schwenninger ERC, der TSG Reutlingen und 1. CfR Pforzheim sogar drei Landesligisten in die Meisterrunde und die sich anschließenden Play-offs geschafft. Und die Pforzheimer haben dann im Viertelfinale immerhin den amtierenden Meister Heilbronn rausgeworfen.
Eine durchwachsene Meisterrunde
Seine „Hornissen“ spielten nach dem Sieg in Gruppe A als einer der Favoriten in der Meisterrunde aber wenig konstant. „Wir haben uns schwer getan in Auswärtsspielen, überraschenderweise zum Teil aber auch in Heimspielen. Der Zug kam nicht richtig ins Rollen“, sagt der 45-Jährige. Der neue ungewohnte Spielmodus, eine große Fluktuation bei den Spielern und ein „eher mauer Trainingsbesuch“ in Wochen, bevor es gegen Landesligisten ging – so leitet sich der EHC-Coach die durchwachsene Meisterrunde her. Die endete nach 14 Spielen mit 26 Punkten auf Platz drei hinter Hügelsheim und Heilbronn.
Im November setzten sich die Sportliche Leitung und der Vorstand zusammen, um die Abwärtsspirale zu stoppen. Ergebnis: Mit den Neuzugängen Chris Kirschenbauer, Elvis Kaimins sowie Torwart Michael Seitz, Alexander Dide und Danil Bihn (alle drei mit Zweitspielrecht vom Mannheimer ERC) fanden die „Hornets“ in die Spur zurück, besiegten die TSG Reutlingen in der Viertelfinalserie, dann die EKU Mannheim im Halbfinale jeweils mit 2:1. „Ohne die ganzen Neuen hätte das nicht funktioniert“, ist Wolf sicher. Vorm dritten Halbfinale stand plötzlich auch noch der Ex-Verteidiger Jaroslav Adolf vor seiner Haustür in Winterbach. Eigentlich kam der Tscheche zum Urlauben, aber Wolf hatte gleich gesagt: „Bring deine Eishockey-Sachen mit!“
Am Freitag geht’s los
Wolf ist daher vor den ersten Finals (Freitag, 20 Uhr, in Hügelsheim, und Sonntag, 19 Uhr, Zweibrücker Ice-Arena) zuversichtlich: „Manche Jungs hatten jetzt auch eine Wunderheilung, die sind heiß. Und wir haben noch ein paar Reserven im Tank, die wir jetzt raushauen können.“