Sport Zur Sache: Kochs Jugendtraum geht in Erfüllung

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Einer durfte sich richtig freuen – ungeachtet der weiter schwierigen Lage des 1. FC Kaiserslautern, der nach acht Spieltagen Tabellen-16. der Zweiten Fußball-Bundesliga ist: Der 20 Jahre junge Robin Koch, Sohn des FCK-Kult-Abwehrspielers Harry Koch, hat am Sonntag beim 0:0 gegen Arminia Bielefeld in der Innenverteidigung ein sehr ordentliches Profi-Debüt gefeiert. Nach den Abwehrproblemen der vergangenen Wochen hat Trainer Tayfun Korkut durchgegriffen und Innenverteidiger Stipe Vucur auf die Tribüne verbannt. Nach dem Abendessen am Samstag im Mannschaftshotel am Gelterswoog hat Koch von seinem Glück erfahren. Gut geschlafen hat er trotzdem. „Ich habe mich einfach sehr auf das Spiel gefreut“, meinte der 20-Jährige nach seinen ersten 90 Minuten für die FCK-Profis. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte der in Kaiserslautern geborene Koch, „zum ersten Mal im Profiteam in diesem Stadion auf dem Betze zu spielen und dann noch von Anfang an, das war etwas ganz Besonderes für mich. Auch wenn es mit einem Sieg natürlich ein noch schöneres Debüt gewesen wäre.“ Sein stolzer Vater saß auf der Tribüne. „Ich kann ihn natürlich immer um Rat fragen“, betonte Robin, „aber es ist nicht so, dass er mir irgendwelche Tipps aufdrängt.“ Die ständigen Vergleiche mit seinem Vater seien ihm nicht lästig: „Ich kann das ganz gut einordnen und auch ausblenden, das ist schon alles in Ordnung so.“ Im Sommer 2015 ist Koch, der früher in der FCK-Jugend gespielt hat, von Regionalligist Eintracht Trier zurück in seine Geburtsstadt gewechselt, zur U23 der Roten Teufel. Für den FCK II hat er 27 Regionalligapartien absolviert, vorwiegend als Außenverteidiger. „Aber ich bin gelernter Innenverteidiger“, verdeutlichte Koch, „ich fühle mich im Zentrum am wohlsten.“ Am Freitag erst hat er seine Arbeitspapiere bei dem Klub, bei dem sein Vater von 1995 bis 2003 spielte, erneuert, seinen ersten, bis 30. Juni 2019 laufenden Profivertrag unterschrieben. Zwei Tage später nutzte er seine Chance mit Ruhe, Kopfballstärke und Ballsicherheit. Gut eingespielt mit Koch ist durch die gemeinsame Zeit in der U23 Julian Pollersbeck. Der Torhüter gefiel in seinem fünften Zweitligaeinsatz mit seiner Souveränität. „Es ist auch nur Fußball“, mochte der 22-Jährige kein Aufhebens über den Sprung von der Regionalliga in die Zweite Liga machen. Für ihn steht die nächste Herausforderung an, er reist zur U21-Nationalelf, die am Freitag in Ingolstadt gegen Russland spielt. „Das ist einfach nur eine Ehre“, sagte Pollersbeck, der Bayer mit der Bierruhe. |osp/zkk

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