Kommentar
Zögerlicher FC Bayern – nicht nachvollziehbar
Der Vorfall war schon ein bisschen peinlich für den FC Bayern. „Das höre ich zum ersten Mal“, erwiderte in Frankfurt Robert Lewandowski auf die Frage eines Reporters, Sportvorstand Hasan Salihamidzic habe vor dem Spiel betont, ihn unbedingt halten zu wollen.
Robert Lewandowski – nicht auf dem Laufenden? Was ist denn das für eine Kommunikation?
Lewandowski, der wichtigste Spieler
Der Pole ist der wichtigste Spieler der Bayern. Er erzielt seit Jahren Tor um Tor. Ja, noch immer wütet die Corona-Pandemie, ja, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sind nicht mehr da, ja, es wird teuer, sehr teuer, weil ja auch Manuel Neuer, Thomas Müller und Serge Gnabry neue Arbeitspapiere unterzeichnen werden, aber: Die Vertragsgespräche mit dem 33-Jährigen auf die lange Bank zu schieben, das ziemt sich nicht, aus Respekt gegenüber den Verdiensten des Angreifers. Dass Boss Oliver Kahn in Monaco war und dort auch mit Erling Haalands Berater sprach, macht die Sache nicht besser. Seit Monaten, so scheint’s, wird der Norweger von Borussia Dortmund wie sauer Bier angeboten. Mischen die Bayern mit? Passt Erling Haaland überhaupt zum Ballbesitz-Fußball des Meisters?
Der VfB hat es begriffen
Was ist der Unterschied zwischen dem VfB Stuttgart und Hertha BSC? Hier ist eine Mannschaft, die den Abstiegskampf angenommen hat, da ist ein Team, das sich nicht zu wehren weiß. Die Hertha torkelt der Zweiten Liga entgegen. Mit dem Tausch Tayfun Korkut für Pal Dardai lag Boss Fredi Bobic daneben, Coach Korkut brachte das wilde Ensemble nicht auf Kurs. Die Herren wähnen sich zu Höherem berufen. Und immer wieder diese Fehleinschätzungen. Nach Altstar Sami Khedira holte Hertha im Sommer Kevin-Prince Boateng, beide halfen dem Klub nicht weiter. Berlin, das Millionengrab.