Eulen Ludwigshafen
Wie Michel Abts Frau den Verantwortlichen der Eulen geholfen hat
Die Verantwortlichen der Eulen Ludwigshafen hatten auf das Jawort des Wunschkandidaten gewartet und Hilfe von außen bekommen: Michel Abt bleibt Trainer des Handball-Zweitligisten.
Es gab schon Momente, als Michel Abt seiner Frau gestand, jetzt sehr gerne ein Gespräch über Handball-Taktiken führen zu wollen. Das führte (zum Glück) nicht zu Eheproblemen, schließlich hat Frau Abt ihren Gatten als handballverrückten Typ kennen- und liebengelernt. Diese Episoden halfen nun aber, Abt als Dauerlösung zum Trainer der Eulen Ludwigshafen zu machen. „Sie hat letztlich gesagt, ich solle es machen, weil es mir gut tun wird“, berichtet Michel Abt über den Anstoß der Ehefrau.
Die Schulleitung hilft
Nachdem zudem geklärt war, dass der Lehrer seine Aufgaben in der Schule und die Verpflichtungen als Coach eines Handball-Zweitligisten miteinander kombinieren kann, fanden die Parteien, die bereits im Schlussspurt der vergangenen Spielzeit ein kurzes Miteinander hatten, fest zueinander. Abt wendete den drohenden Abstieg der Eulen ab und schaffte damit die Voraussetzung für einen dauerhaften Job in Ludwigshafen.
„Ich habe mit der Schulleitung, der ich dankbar bin, eine Lösung gefunden, wie ich beide Aufgaben unter einen Hut bekomme“, sagt Abt. Im kommenden Schuljahr reduziert der Lehrer seine Stundenanzahl, im darauf folgenden Jahr wird es noch einmal weniger, so dass Raum für die Aufgaben bei den Eulen entsteht. „Die Schule ist Ausgleich für den Handball, und der Handball ist Ausgleich für die Schule“, erklärt Abt den Spagat der besonderen Art. Den ursprünglichen Plan, ein Jahr auf Handball zu verzichten, hat er der Eulen wegen verworfen.
„Eine superreizvolle Aufgabe“
Der 31-Jährige war in den zurückliegenden fünf Jahren Coach des Unterbaus der Rhein-Neckar Löwen in der Dritten Liga. Vor ein paar Wochen feiert er mit dem Nachwuchsteam die Meisterschaft und entschied sich bewusst dafür, dies als Endpunkt der Zeit bei den Kronauern festzulegen.
Unter diesem Gesichtspunkt war es für den Handball-Lehrer und die Eulen der ideale Zeitpunkt, zueinander zu finden. „Das ist eine superreizvolle Aufgabe in einem schönen Verein, in dem es noch ein schönes Vereinsleben gibt“, schwärmt Abt von den Ludwigshafenern. Die Tatsache, dass aus dem Interimscoach Abt nun eine Dauerlösung geworden ist, umschreibt er mit drei Worten: „Ich bin megahappy.“
Es gibt keine Übergangssaison
Für zwei Jahre haben sich die Eulen und der neue Cheftrainer aneinander gebunden, sportliche Ziele formuliert Abt aber noch nicht. Nur soviel sei klar, eine Übergangssaison wird es mit ihm nicht geben. „Es werden immer Weichen für die Zukunft gestellt. Genaue Ziele werde ich mit der Mannschaft besprechen“, kündigt Abt an.
Der Unterstützung seiner Frau kann er sich dabei sicher sein.