Kommentar
Weltfußballer? Popularitätswettbewerb!
Lionel Messi ist – Cristiano Ronaldo zum Trotz – der beste Fußballer seiner Generation. Einer der besten, die es bis dato gegeben hat. Darüber gibt es keinen Zweifel.
Aber was die Fifa, was die von ihr eingesetzte Jury geritten hat, den Argentinier schon wieder zum Weltfußballer zu machen, das bleibt ihr Geheimnis. Da der Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft nicht zum Bewertungszeitraum für diese Auszeichnung gehörte, bleibt an nachvollziehbaren Argumenten für Messis Wahl ... genau nichts. Weder hat er seither mit der Nationalmannschaft Überragendes geleistet, noch ist ihm mit seinen Vereinen Paris St.-Germain und Inter Miami etwas Aufsehenerregendes gelungen. Im Gegenteil: Miami ist ein Team in einer zweitklassigen Liga, und mit PSG hat er sich früh aus der Champions League verabschiedet.
Die Faktensprechen für Haaland
Ganz im Gegensatz dazu: Erling Haaland. Torschützenkönig in England nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Manchester City, dazu Triple-Sieger inklusive Champions League. Haaland war nicht ohne Grund der große Favorit auf diese Ehrung.
Was hat dazu geführt, dass Haaland der verdienten Ehrung beraubt wurde? Ganz einfach: die seit vielen Jahren stetig steigende weltweite Beliebtheit des Argentiniers. Das lässt vor allem Fans – 25 Prozent des Votums – selbst in entlegenen Ecken für Messi stimmen, aber auch wahlberechtigte Nationalmannschaftskapitäne.
Der Titel des Weltfußballers, schon in früheren Jahren umstritten, ist in diesem Jahr endgültig zum Popularitätswettbewerb geworden. Mehr Bedeutung darf man ihr nicht zumessen.