Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum sich Pascal Durak für einen Kalender auszog

Pascal Durak ist neben Alexander Falk der dienstälteste Akteur bei den Eulen Ludwigshafen.
Pascal Durak ist neben Alexander Falk der dienstälteste Akteur bei den Eulen Ludwigshafen.

Seit sieben Spielen ist Zweitligist Eulen Ludwigshafen ungeschlagen. Pascal Durak ist davon überzeugt, dass die Siegesserie auch nach der Partie am Sonntag gegen Essen anhält. Aber: Essen hat seit fünf Spielen nicht verloren.

Pascal Durak bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Der Rechtsaußen der Eulen Ludwigshafen hat nämlich im Handball viel erlebt. Der 30 Jahre alte Durak hat neben Alexander Falk, dem Eigengewächs der Eulen und ebenfalls Rechtsaußen, in den vergangenen acht Jahren alle Auf und Abs miterlebt.

Das waren Aufstiege und Abstiege. In dieser Saison waren es der durchwachsene Saisonstart und der steile Aufwärtstrend seit der Länderspielpause im Oktober. Am Montag soll gegen den Traditionsklub Tusem Essen, 19 Uhr, Friedrich-Eberthalle, die Siegesserie fortgesetzt werden. Sieben Spiele haben die Ludwigshafen in Folge nicht verloren. Das hat den Verein in die Spitzengruppe geführt. Die Eulen (17:7 Punkte) sind nun punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Essen (14:12 Zähler) rangiert im Mittelfeld. „Essen hat aber aktuell einen Lauf“, sagt Durak. Die Mannschaft von Trainer Michael Hegemann hat fünf Spiele in Folge nicht verloren. „Ohne respektlos vor dem Gegner zu sein, wir können jeden schlagen. Wir müssen nur auf uns schauen und das umsetzen, was wir uns zuletzt hart erarbeitet haben“, betont Durak.

Dazu gehört das verbesserte Abwehrverhalten. „In der Abwehr haben wir aber noch Luft nach oben. Wir sind von Woche zu Woche besser geworden“, sagt Durak und hebt einen anderen Aspekt hervor: „Der siebte Feldspieler funktioniert.“

„Eulen sind mehr als ein Verein für mich“

Die taktische Flexibilität ist mit ein entscheidender Grund für den Höhenflug der Eulen. Auch wenn das Team mittlerweile zur Spitzengruppe gehört, sagt Durak: „Nach der letzten Saison müssen wir uns noch weiter finden. Es ist ein Prozess. Wir wachsen von Spiel zu Spiel. Wir sind auf dem besten Weg.“

Der 30 Jahre alte Routinier ist aktuell der älteste und neben Falk der dienstälteste Spieler im Team. Er steht für Kontinuität. „Die Eulen sind für mich mehr als ein Verein. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt Durak: „Ich möchte noch lange bleiben, sofern sie mich wollen.“ Sein Vertrag endet im Juni 2023. Wie es weitergeht? „Es ist ja noch Zeit. Mehr als meine Leistung bringen, kann ich nicht“, sagt Durak. Er hat nicht vor, zu einem anderen Verein zu wechseln. „Ich bin gerne in der Region und hier verwurzelt.“ Durak lebt in Sandhausen. Zwischenzeitlich hat er sein Studium an der SRH Heidelberg beendet. „Nachdem ich in der vergangenen Saison vier bis fünf Monate Probleme mit der Knochenhaut hatte, fühle ich mich aktuell so fit wie noch nie“, betont Durak. Er habe „unfassbar viel Spaß am Handball, auch weil ich keine Beschwerden mehr habe“. Hinzu kommt, dass er sich mit Falk sehr gut versteht. „Wir spielen seit Jahren unfassbar gerne zusammen. Jeder gönnt dem anderen seine Spielzeit. Egal, wer von uns beiden spielt, jeder bringt seine Leistung“, sagt Durak.

Eine grandiose Leistung brachte Durak auf einem anderen Gebiet. Vor Jahren produzierten die Eulen einen Weihnachtskalender. Die Mitspieler überredeten ihn, sich dafür auszuziehen – wegen seiner vielen Tätowierungen. Der 1,80 Meter lange und 82 Kilogramm schweren Linkshänder ließ die Hüllen fallen. Der Kalender verkaufte sich prächtig.

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