Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum es beim SV Waldhof für ganz oben wohl nicht reicht

Oluwaseun Ogbemudia (vorn) im Duell mit Ex-Waldhöfer Berkan Taz.
Oluwaseun Ogbemudia (vorn) im Duell mit Ex-Waldhöfer Berkan Taz.

Eine Lehrstunde erhielt Waldhof Mannheim vom neuen Drittliga-Spitzenreiter SC Verl beim 2:5. Einzige Lichtblicke: die Debüts von Oluwaseun Ogbemudia und Vincent Thill.

Auch das Drittliga-Debüt von Deniz Kryeziu, der in der 62. Minute für Kapitän Lukas Klünter eingewechselt wurde, konnte sich sehen lassen. Das Spiel machte aber insgesamt deutlich, dass es für den Waldhof noch ein weiter Weg ist, um mit der Spitzengruppe der Liga wirklich mithalten zu können. Und nach der neuerlichen Niederlage gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte muss die Frage gestellt werden, ob es insgesamt für höhere Aufgaben in dieser Runde reicht. Vielleicht muss man am Alsenweg doch damit zufrieden sein, wenn man diese Runde ohne Abstiegssorgen zu Ende bringt und im Niemandsland der Tabelle landet.

„Wir wollen schon zu den Mannschaften gehören, die in der ersten Tabellenhälfte sind, und daran hat sich nichts verändert“, sagte Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber noch vor der Partie. Mit der Leistung vom Samstag in der wenig passte dürfte das schon schwierig werden. Und am Sonntag (13.30 Uhr) kommt mit Hansa Rostock bereits der nächste große Brocken.

Neu im Waldhof-Dress: Vincent Thill (links).
Neu im Waldhof-Dress: Vincent Thill (links).

In einer insgesamt wenig sattelfest wirkenden Verteidigung, in der auch ausnahmsweise Klünter einen schweren Stand hatte und gegen den Dreifachtorschützen Alessio Besio zweimal nicht gut aussah, war Ogbemudia noch der beste Akteur. Eigentlich eher auf der linken Abwehrseite erwartet, agierte er auf der rechten Innenverteidigerposition zwischen Klünter und Niklas Hoffmann. Die 19-jährige Leihgabe von Erstligist Union Berlin überzeugte durch ein gutes Stellungsspiel und ein durchdachtes Zweikampfverhalten. Einziger Wermutstropfen: Ogbemudia fälschte den Ball von Besio vor dem 1:0 unglücklich mit dem Kopf ab, so dass Torhüter Thijmen Nijhuis im Waldhof-Kasten keine Abwehrchance hatte. „Er hat große Qualitäten gegen den Ball. Mit dem Ball können wir bei ihm noch einige Sachen verbessern“, sagte SVW-Trainer Luc Holtz nach der Partie zum Debüt des 19-Jährigen.

Thill braucht noch Eingewöhnungszeit

Anders als Ogbemudia blieb Vincent Thill, der erst am Donnerstag seinen Vertrag unterzeichnet hatte, noch eher unauffällig. Der offensive Mittelfeldspieler war seit Oktober vereinslos und hatte sich in seiner luxemburgischen Heimat fit gehalten. Mit seiner Hereinnahme zur zweiten Hälfte für den enttäuschenden Masca wurde das Spiel des Waldhofs etwas besser, auch wenn Mannheim auch dann offensiv keine großen Spielideen entwickelte. „Man hat gesehen, dass Vini mit dem Ball auch in kleinen Räumen sehr schnell ist“, sagte Holtz. Angesichts der Qualität des Luxemburgers hofft Zuber, dass die Eingewöhnungszeit Thills nur kurz sein wird und er kurzfristig der Mannschaft helfen wird.

Das Fehlen von Kennedy Okpala (zum SC Paderborn) machte sich indes oft bemerkbar, weil einfach die Geschwindigkeit im Mannheimer Spiel fehlte. Die beiden Treffer für Waldhof von Felix Lohkemper, der nun mit acht Treffern die interne Torschützenliste anführt, fielen aufgrund eines unberechtigten Elfmeters und eines total verunglückten Rückpasses von Fynn Otto. „Die zweite Hälfte war etwas besser, und wir hatten eine besser Ballkontrolle. Das war aber nicht ausreichend, um hier heute etwas zu holen“, betonte Holtz.

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