Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Waldhof Mannheim braucht noch einen Punkt

Gegen Dresden Torschütze und jetzt gelbgesperrt: Kennedy Okpala.
Gegen Dresden Torschütze und jetzt gelbgesperrt: Kennedy Okpala.

Der SV Waldhof Mannheim ist nah dran am Verbleib in der Dritten Liga. Noch ein Punkt fehlt, um sicher drinzubleiben. Nun geht es zum Pokalfinalist Arminia Bielefeld.

Am Samstag heißt es alles oder nichts für den SV Waldhof Mannheim. Gegen 15.20 Uhr steht nach dem letzten Saisonspiel bei Arminia Bielefeld fest, ob der Fußball-Drittligist aus der zweiten Katastrophen-Saison in Folge erneut mit einem blauen Auge davonkommt.

Die Ausgangsposition hat sich nach den beiden jüngsten und überraschenden Siegen gegen die Top-Teams aus Cottbus und Dresden deutlich verbessert. Vor den beiden Partien hätten es wohl nur die kühnsten Optimisten für möglich gehalten, dass der Waldhof aus eigener Kraft die Liga halten kann. Doch nach den beiden Erfolgen stehen die „Buwe“ auf Platz 15 und haben drei Punkte sowie ein um fünf Tore besseres Torverhältnis als Borussia Dortmund II auf dem ersten Abstiegsplatz. Dazwischen steht punktgleich mit dem Waldhof der VfB Stuttgart II, der das im Vergleich zu Mannheim um neun Tore schlechtere Torverhältnis hat.

Zahlreiche Gelbsperren

Schon mit einem Remis beim Tabellenführer macht der Waldhof, der von mehr als 1700 Anhängern nach Ostwestfalen begleitet wird, definitiv den Sack zu. Allerdings fehlen die gelbgesperrten Tim Sechelmann, Julian Rieckmann und der gegen Cottbus und Dresden so treffsichere Kennedy Okpala. Zudem ist der Einsatz von Abwehrchef Lukas Klünter fraglich, der auch schon gegen Dresden passen musste. In den vergangenen zwei Wochen konnte er wegen einer Blessur am Knie nicht mit der Mannschaft trainieren. Am Mittwoch habe er laut Waldhofs Trainer Dominik Glawogger wieder begonnen, im Kraftbereich zu arbeiten.

„Vor dem Spiel macht es wenig Sinn, sich darüber Gedanken zu machen“, sagt Glawogger zum noch fehlenden Punkt. Seine Mannschaft müsse weiter Gas geben und gut im Spiel sein. Sie müsse in Bielefeld fokussiert und bereit sein, gute Abläufe zu finden. Das heißt auch, nicht zu sehr auf die Ergebnisse von Dortmund (in Saarbrücken) und Stuttgart (gegen Essen) zu schielen. Es gebe aber einen klar besprochenen Ablauf, wie die Verantwortlichen die zeitgleich stattfindenden Partien verfolgen, um dann bei Bedarf in das eigene Spiel eingreifen zu können.

Bielefeld hat noch zwei Pokalfinals

Die Partie am Samstag, seine sechste mit Mannheim, könnte schon wieder das letzte Spiel des 35-Jährigen beim Waldhof sein. Zur kommenden Saison besitzt Glawogger einen Vertrag als U19-Trainer beim feststehenden Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg: „Ich bin Profi. Ich kenne die Situation im Abstiegskampf und weiß, worauf es ankommt. Gerade in einer solchen Situation ist es wichtig, alles andere auszublenden und sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Es wäre von meiner Seite aus fatal, sich über irgendwelche anderen Dinge Gedanken zu machen.“

Wie die Arminia auflaufen wird, ist jedenfalls schwer einzuschätzen. Der Tabellenführer kann mit einem Sieg gegen den Waldhof die Liga-Meisterschaft einfahren. Andererseits stehen für die Ostwestfalen nach dem Saisonfinale noch die Finalspiele im DFB-Pokal (Samstag, 24. Mai) und im Landespokal (Donnerstag, 29. Mai) auf dem Programm.

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