Tennis
Viel besser hätte es bei den Frauen des BASF TC nicht laufen können
Mit dem Abstieg haben die Ludwigshafenerinnen damit nichts mehr zu tun. Mit etwas Glück könnte es sogar zur Meisterschaft reichen.
Selina Dal hat daran ihren Anteil. Fünf Spiele, fünf Siege – viel besser hätte die bisherige Saisonbilanz für die 23-jährige Mainzerin kaum ausfallen können. Luft nach oben ist lediglich in den Doppeln, wo sie bei vier Einsätzen mit unterschiedlichen Partnerinnen bislang eine Niederlage hinnehmen musste.
Entsprechend zufrieden zeigte sich die Mannschaftsführerin des BASF TC sowohl mit der eigenen Leistung aber auch mit dem Mannschaftsergebnis bislang. Die Niederlage im Spitzenspiel gegen den Heidelberger TC sei dabei kein Beinbruch. „Die Stimmung ist gut. Wir haben danach gemeinsam gegessen und uns auf das Spiel gegen Mannheim konzentriert“, verriet sie.
Eine schöne Spielzeit
Überhaupt sei es eine schöne Spielzeit mit den beiden Derbys, denn auch die Vorbereitung auf das Match gegen den Aufsteiger verlief sehr harmonisch. „Wir haben in unserem Clubhaus gemeinsam gefrühstückt und sind dann herübergefahren.“
Am überraschendsten sei für sie bislang die eigene Leistung. „Ich habe praktisch ohne Training direkt mit der Saison begonnen.“ Eine Rückenverletzung hatte sie zuvor fast ein Jahr lang ausgebremst, denn aus einer anfänglich korrigierenden Fehlhaltung haben sich nach und nach immer mehr Probleme bis in Leiste und Hüfte hinein entwickelt. Es hat seine Zeit gedauert, den Körper wieder fürs Tennis zu stabilisieren. Und umso schöner sei deshalb der bisherige Saisonverlauf. „Enttäuscht sind wir kein bisschen“, sagt Dal mit Blick auf die bislang einzige Niederlage an Pfingsten im Heimspiel gegen Heidelberg.
Mit großem Kampfgeist
Denn ausgerechnet beim 3:6 war die Stimmung auf der Anlage bislang am besten, der Zuschauerzuspruch war der Leistung der Damen entsprechend gut. „Es war viel los und es wäre auch etwas drin gewesen“, haderte sie. Immerhin war sie mit großem Kampfgeist vorangegangen, verhinderte an Punkt drei mit ihrem Sieg zumindest den vorzeitigen Erfolg der Heidelbergerinnen. BASF-Trainer Steffen Neutert kündigte an, nun mit dem sicheren Klassenerhalt verstärkt auf die eigenen Talente zu setzen. Dabei setzt er weiter auf Selina Dal, deren Konzentration bis zu diesem Wochenende noch voll auf der Bundesliga liegt. „Im Anschluss will ich versuchen, auf der deutschen Tour viele Turniere zu spielen und das verlorene Jahr möglichst schnell wieder aufzuholen.“ Sie stand vor ihrer Verletzung in der Weltrangliste schon auf Position 547 mit Tendenz nach oben. Dort will sie gerne wieder angreifen.
Vorerst gilt die Konzentration aber dem Heimspiel des BASF TC am Freitag ab 13 Uhr, gegen Tennis 65 Eschborn und dem Saisonabschluss am Sonntag ab 11 Uhr beim Tennisteam Manching.