1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Vereinsfest beweist: Der FCK ist eben viel mehr als nur Fußball

Die Fans aus Herxheim vom FCK-Club-72 hatten schon um die Mittagszeit gute Laune: Sie gewannen das Fußballturnier. Der FCK präse
Die Fans aus Herxheim vom FCK-Club-72 hatten schon um die Mittagszeit gute Laune: Sie gewannen das Fußballturnier. Der FCK präsentierte mit ihnen eine Nachbildung der Meisterschale von 1953.

Ordentlich Andrang trotz der Hitze: Der 1. FC Kaiserslautern e.V. feierte im Nachwuchsleistungszentrum auf dem Fröhnerhof sein großes Fest zum Vereinsjubiläum.

Schatten auf dem weitläufigen Gelände war rar. Schon morgens suchten die 27 Mannschaften beim Fanclubturnier um den Norbert-Thines-Wanderpokal Unterschlupf in Pavillons. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung durfte der Mannschaftsbus der Roten Teufel doch nicht von innen besichtigt werden. Dennoch: Vorstandsmitglied Tobias Frey war der Stolz, diese Veranstaltung zum 125. Geburtstag des FCK ohne fremde Hilfe auf die Beine gestellt zu haben, anzumerken: „Das ist alles in Eigenleistung entstanden. Viele sind da wirklich über ihre Grenzen gegangen. Das zeigt den abteilungsübergreifenden Zusammenhalt bei uns. Für die Location haben wir richtig gutes Feedback bekommen.“

Die Sache mit der Meisterschale

Dem Wetter war es wohl auch geschuldet, dass die Höhepunkte an offiziellen Programmpunkten nach hinten verschoben wurden. Gegen 16 Uhr machten sich, ohne vorherige Ankündigung, ein paar Menschen mit einem Koffer auf Richtung Bühne. Drinnen die Meisterschale. Von den Meisterschaften 1951, 1991 und 1998 gibt es eine Replik, von 1953 nicht. Es gibt nur eine Manufaktur, die dafür beim DFB für die Herstellung lizenziert ist. Beim Verband muss man auch alles beantragen. „Und mit über 10.000 Euro ist sie teuer dazu“, sagte Frey, der auf helfende Hände aus den Fangruppen zurückgreifen konnte.

Diese organisierten zum Anlass des 100. Geburtstags von Ottmar Walter einen Schalverkauf, dessen Erlös die Meisterschale finanzierte. Wolfgang Rotberg, Vorsitzender der Initiative Leidenschaft, dem Förderverein des FCK-Museums, nahm die Meisterschale entgegen. Diese wurde detailgetreu hergestellt. Die neuen deutschen Meister werden samt aktuellem Jahr von innen nach außen eingraviert. Mit fortschreitender Zeit müssen immer wieder äußere Ringe angebracht werden, die früher natürlich weniger nötig waren.

Ein Mitgliederrekord

Gleich nach der Meisterschalenzeremonie sorgte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gero Scira für eine Überraschung, als er die aktuelle Mitgliederzahl bekanntgab. 37.200 Personen sind derzeit als Vereinsmitglieder registriert, so viele wie noch nie. „Gemeinsam sind wir stärker denn je“, betonte Scira, der die Entwicklung in den letzten Jahren aufzeigte. „Wir mussten was tun“, erinnerte er sich an die Zeiten, als er der Verein mit klammen Kassen in der Dritten Liga dümpelte. Der FCK schaltete Anzeigen, verstärkt in Print- und den Sozialen Medien. Irgendwann kam auch der sportliche Erfolg wieder. „Das hat uns natürlich die Arbeit erleichtert“, sagt Scira über einzelne Anmeldeschübe. Dennoch wolle man dranbleiben. Der FCK sei eben mehr als nur Fußball.

Die Profis nehmen sich bewusst zurück

Am Samstag mal als Gast da: Thomas Hengen, Geschäftsführer der Management GmbH. „Wir sind ja ein großes Konstrukt aus vielen Abteilungen. Der e.V. ist der Grundstock unseres Vereins, ohne welchen wir keine Chance haben, in der Zukunft bestehen zu können“, betonte er. Die Fragen der Fans ähnelten sich. „Wer kommt, wer geht? Natürlich wollen dass die Fans wissen. Klar sind wir in Verhandlungen, aber wir haben ja auch noch Zeit bis Ende August“, sagte Hengen, der keinen Spieler mitbrachte. Warum? „Die sind alle in Urlaub und müssen ja auch mal abschalten. Außerdem würde es sich dann sonst ja auf sie konzentrieren. Heute steht der Gesamtverein im Vordergrund.“

Eher unbemerkt spielte auf einem abgelegenen Platz die Frauenmannschaft des FCK gegen die U19 aus Luxemburg. Danach lief die FCK-Traditionsmannschaft auf, ebenso eine Ü40-Auswahl aus Luxemburg mit dem ehemaligen FCK-Spieler Jeff Strasser. Beide Mannschaften trafen auf die Lotto-Elf. Für diese Spiele wurden zwei Euro Eintritt verlangt. Das Fanclubturnier gewann der Fanclub 72 aus Herxheim bei Landau.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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