Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Tim Schaller ist die Entdeckung bei den Eulen Ludwigshafen

Tim Schaller lebt seinen Traum und die Emotionen in den Heimspielen mit den Eulen Ludwigshafen.
Tim Schaller lebt seinen Traum und die Emotionen in den Heimspielen mit den Eulen Ludwigshafen.

Die Vorfreude ist groß. Nach zuletzt drei Partien in fremder Halle kehren die Eulen Ludwigshafen in die Friedrich-Ebert-Halle zurück. Die Aufgabe wird aber nicht leicht. Mit TuS Nettelstedt-Lübbecke erwartet die Mannschaft von Trainer Michel Abt am Freitag (19.30 Uhr) den Bundesliga-Absteiger, der Kurs in Richtung Rückkehr ins Oberhaus genommen hat.

Dabei wollen sich die Ostwestfalen, die vom früheren Rhein-Neckar Löwen und Ex-Nationalspieler Michael Haaß trainiert werden, nach der Niederlage beim TVG Großwallstadt keinen weiteren Ausrutscher erlauben, um sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Aber die Eulen befinden sich derzeit im Aufwärtstrend. Den Punktgewinn in Potsdam und den Sieg in Bietigheim hatten sich die Abt-Schützlinge hart erarbeitet.

„Der Sieg lag schon länger in der Luft. Es war für den Kopf wichtig, dass man sich für den Aufwand belohnt“, sagt Tim Schaller. Er gilt als Entdeckung der jüngeren Vergangenheit. Der 23-Jährige, der aus Niederwürzbach, der einstigen Handball-Hochburg im Saarland, stammt, hat sich überraschend im Zweitliga-Kader in den Vordergrund gespielt. „Bei mir läuft es gerade richtig gut, das hätte ich nach der Rückkehr von der HG Oftersheim-Schwetzingen nicht erwartet“, sagt Schaller. „Michel gibt mir unheimlich viel Vertrauen, da möchte ich auch etwas zurückgeben“.

Einst in der Schul-AG entdeckt

Dabei galt er eigentlich als feste Größe für den Drittligisten HSG Friesenheim-Hochdorf. Jetzt hat sich Schaller, der Maschinenbau an der Technischen Universität Kaiserslautern studiert und in diesen Tagen mit der Bachelor-Arbeit beginnt, bei den Eulen festgespielt. Schaller wurde einst in der Schul-AG von Tanja Schwarzer, der Ehefrau des ehemaligen Weltklasse-Kreisläufers Christian Schwarzer, entdeckt und möchte mit seinem Team in den kommenden Monaten „weiter Gas geben“. Ein Grund dafür: Im kommenden Sommer läuft sein Vertrag aus. „Aber das ist aktuell kein Thema“, sagt Schaller.

Mit den Schwarzers verbindet ihn eine enge Freundschaft. Mit Sohn Kian wechselte er zunächst zur SGH St. Ingbert, dann zum SV 64 Zweibrücken. „In der vergangenen Saison haben Kian und ich noch die gleiche Position geteilt“, erzählt Schaller. Während es Schwarzers Junior zum TBV Lemgo zog, ging sein Weg in Richtung Pfalz.

Volle Konzentration auf Sport und PC

Hier möchte er sich nachhaltig im Kader der Eulen durchsetzen. Der Fokus liegt deshalb vorrangig auf dem Handball. „Die Zweite Liga ist mein Ziel, deshalb bin ich ja von Schwetzingen zum HLZ gewechselt, um regelmäßig mit der Zweitliga-Mannschaft zu trainieren“, erklärt der Blondschopf, der in Dannstadt-Schauernheim eine Bleibe fand.

Wie stark die Konzentration gerade dem Handball gilt, sagt er mit einem Augenzwinkern: „Momentan pendle ich nur zwischen dem Training und meinem PC.“

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