Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Waldhof: Neuer Rasen schürt Vorfreude auf wegweisendes Spiel

Kein Acker mehr: der Rasen des Carl-Benz-Stadions.
Kein Acker mehr: der Rasen des Carl-Benz-Stadions.

Bleibt Waldhof Mannheim im erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten zur Zweiten Fußball-Bundesliga?

Diese Frage wird die Mannschaft von Trainer Luc Holtz am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FC Hansa Rostock beantworten müssen. Die Norddeutschen sind ein echter Prüfstein: Der Tabellenvierte ist seit elf Spielen ungeschlagen. Dagegen hat sich der SV Waldhof nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Partien ins Niemandsland der Liga verabschiedet. Der Rückstand auf Hansa beträgt sechs Punkte. Das bedeutet für Sonntag: verlieren verboten, wenn der Traum von einer Rückkehr in Liga zwei in dieser Saison weiterleben soll.

„Wenn man in die Tabelle schaut, dann sieht man viele Mannschaften, die den Anspruch haben, aufzusteigen. Wir stehen auf einem gesicherten Mittelfeldplatz“, betonte Holtz am Freitag lediglich. Sein Blick gehe vor dem Rostock-Spiel nicht nur nach oben, sondern auch nach unten – nach der deutlichen 2:5-Niederlage jüngst beim neuen Tabellenführer SC Verl durchaus verständlich. „Auch sämtliche Mannschaften, die unten stehen, haben sich verstärkt und wollen dort unten raus“, sagte Holtz. Immerhin acht Punkte hat der Waldhof Vorsprung auf Alemannia Aachen auf dem Relegationsplatz.

Kam von der U23 des FSV Mainz 05 zum SV Waldhof Mannheim: Lovis Bierschenk.
Kam von der U23 des FSV Mainz 05 zum SV Waldhof Mannheim: Lovis Bierschenk.

Apropos Verstärkungen: Unter der Woche verpflichtete Mannheim mit Lovis Bierschenk einen weiteren Offensivspieler als Ersatz für Nicklas Shipnoski, dessen Vertrag in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst worden war. Der 20-Jährige kommt vom Erstligisten FSV Mainz 05, wo er für die Zweitvertretung in der Regionalliga Südwest insgesamt 34 Mal auf dem Platz stand und dabei neun Scorerpunkte erzielte. Mit dem FSV wurde er 2023 deutscher A-Junioren-Meister. Zudem absolvierte er zwölf Spiele für deutsche Junioren-Nationalmannschaften. „Er hat einen guten Eindruck gemacht. Er ist ein Spieler mit viel Potenzial und technisch ein sehr versierter Spieler. Er muss sich sicher noch an die Robustheit der Dritten Liga gewöhnen“, sagte Holtz nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten. Ob Bierschenk schon eine Option für Sonntag sein wird, blieb offen. „Er kann aber für die kommenden Wochen und Monate ein richtige Verstärkung sein“, dämpfte Holtz zunächst zu hohe Erwartungen an den jungen Neuzugang.

Ein neuer „Teppich“

Am Sonntag kann der Waldhof im ersten Heimspiel des Jahres 2026 in jedem Fall auf einem neuen Rasen im Carl-Benz-Stadion spielen. Dieser wurde in den vergangenen Tagen aufgebracht. Am Freitag absolvierte die Mannschaft ihr erstes Training auf dem Platz, um sich an den neuen Untergrund zu gewöhnen. Vor der Winterpause ähnelte der Rasen eher einem Acker als einem Fußballplatz für Profimannschaften.

„Der neue Rasen wird die Motivation und Vorfreude auf das Spiel gegen Rostock bei den Spielern, aber auch bei uns Trainern noch einmal erhöhen. Die Trainingseinheit am Freitag gibt uns ein Gefühl für den Rasen, für das, was uns am Sonntag erwartet“, betonte Trainer Holtz.

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