Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Spielerin aus dem Saarland wird Pfalzmeisterin

Siegerin: Aiva Schmitz
Siegerin: Aiva Schmitz

Ein Titel-Hattrick, ein verhindertes Schwestern-Finale und eine Premiere. Die Tennis-Pfalzmeisterschaften lieferten Schlagzeilen. In beiden Konkurrenzen brachten die Topgesetzten den Sieg unter Dach und Fach.

Bei den Frauen sicherte sich Aiva Schmitz (TA TuS Neunkirchen) den Titel. In einem gutklassigen und spannenden Finale besiegte die 20-jährige ihre ein Jahr jüngere Kontrahentin Alicia Mall (TC Weiss-Rot Speyer) mit 6:4, 3:6 und 6:0. Beide Spielerinnen standen zum ersten Mal in Kaiserslautern im Finale. Den Sister-Act im Finale hatte Mall durch ein klares 6:0, 6:1 gegen Aivas jüngere Schwester Stella im Halbfinale verhindert.

Bei den Herren schaffte Titelverteidiger Max Amling (BASF TC Ludwigshafen) den Titel-Hattrick. Der Turniersieger von 2022 und 2023 besiegte den an zwei gesetzten Finaldebütanten Marc Kleber aus dem Saarland (TC Illtal Illingen) glatt mit 6:4 und 6:1. Durch eine Kooperation mit dem Saarländischen Tennisverband durften erstmals im Saarland gemeldete Akteure teilnehmen.

Nervosität zu Beginn

„Ich habe den ersten Satz gewonnen und auch im zweiten Satz gut begonnen. Dann hatte ich einen Durchhänger. Das hat meine Gegnerin dann ausgenutzt“, kommentierte Aiva Schmitz den Matchverlauf. Schmitz gelang es gleich im zweiten Aufschlagspiel, den Aufschlag ihrer Gegnerin zu durchbrechen. Die 2:0-Führung konterte die Speyererin mit zwei Gewinnschlägen und dem Rebreak zum 2:1. Durch einen Doppelfehler gab Mall aber erneut ihren Aufschlag ab. „Ich war am Anfang sehr nervös. Vor so vielen Zuschauern habe ich noch nie zuvor gespielt“, erklärte die an Position drei gesetzte Mall ihre anfängliche Unsicherheit. Zwar kamen ab Mitte des ersten Satzes ihre Grundschläge besser, so dass sie ausgleichen konnte. Doch beim Stand von 4:5 unterliefen ihr zwei Doppelfehler. Damit war der Satz weg.

„Im zweiten Satz bin ich lockerer geworden“, erklärte Alicia Mall ihre Leistungssteigerung. Nach dem 3:3 schaffte sie mit einigen Gewinnschlägen drei Spiele in Folge und mit 6:3 den Satzgleichstand. Doch ihre Kontrahentin konterte: „Zu Beginn des dritten Satzes habe ich mich neu konzentriert. Ich wollte aggressiver und schneller spielen. Das hat gut geklappt“, sagte Schmitz. Bei Alicia Mall war dagegen der Faden gerissen. „Ich habe selbst bei 0:5 noch mal gepusht, aber irgendwie war die Luft im dritten Satz raus“, sagte sie. Es sei dennoch ein Mega-Erlebnis gewesen vor so vielen Zuschauern zu spielen.

Konsequent durchgezogen

Klarer verlief das Finale bei den Herren. Ein frühes Break zum 2:1 konnte Amling halten und den ersten Satz mit 6:4 für sich entschieden. „Ich habe besser aufgeschlagen als im Halbfinale, konstanter gespielt und im Finale auch meine Chancen besser genutzt“ analysierte Amling. Im Halbfinale, das morgens ausgetragen wurde, musste der Topgesetzte gegen den unbequemen Weilerbacher Linkshänder David Wisniewski beim 6:4/5:7/10:7 noch über die volle Distanz gehen. Ein frühes Break im zweiten Satz brachte Amling gegen den jetzt abbauenden Marc Kleber endgültig auf den Weg Richtung Titelverteidigung.

Nach einer Stunde und 14 Minute verwandelte der 22-jährige den ersten Matchball zum klaren 6:4 und 6:1. „Es war ein komisches Turnier für mich. Weil sich zwei meiner Gegner verletzten, bin ich mit einem Sieg ins Finale gekommen. Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Max hat aber auch sehr gut gespielt“, sagte der 18-jährige Marc Kleber.

Sieger Max Amling
Sieger Max Amling
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