handball
Sieg der Eulen Ludwigshafen: Eine coole Leistung
Das Wichtigste zuerst: Dem Zuschauer, wegen dem es am Mittwochabend zu einem medizinischen Notfall kam, ging es nach Angaben des Hallensprechers kurze Zeit später wieder besser. Das Spiel musste nach 15 Minuten unterbrochen werden
Es bleibt dabei: Die Großwallstädter können auswärts derzeit nicht gewinnen. Der Traditionsverein aus Unterfranken war zwar mit dem neuen Trainer Igor Vori nach langem Abstiegskampf in der Vorsaison gut in die neue Runde gestartet. Der Oktober war aber nicht der Monat des Tabellennachbarn der Eulen. Drei der vier Niederlagen handelte sich der TVG in Dessau, in Potsdam und zu Hause gegen Hagen ein. Gestern Abend kam in Ludwigshafen eine weitere hinzu.
Julius Meyer-Siebert treffsicher
„Wir haben gewonnen und das mit einer coolen Mannschaftsleistung. Das macht mich sehr happy“, sagte der vor allem in der zweiten Hälfte treffsichere Julius Meyer-Siebert. Die Mannschaft habe die Kulisse wieder prima mitgenommen. Und: „Ich lobe ja ungern unsere Trainer“, sagte er weiter lachend, „aber wir waren wirklich sehr gut auf den TVG vorbereitet.“ Er selbst spielte vor der Pause vor allem in der Abwehr. „Wir haben uns gegenseitig auf dem Spielfeld Kommandos gegeben, wie wir verteidigen wollen. So was hab’ ich noch selten erlebt. Das haben wir sehr gut umgesetzt“, fand Meyer-Siebert.
Sehr engagierte Deckung
Bei den Eulen meldete sich Torwart Matej Asanin wieder fit, im Tor stand zu Beginn aber Ziga Urbic. Kasper Manfeldt-Hansen fehlte krank. Die Eulen begannen in der Eberthalle sehr konzentriert, stellten vom Anpfiff weg eine sehr engagierte Deckung aufs Feld. Kapitän Maximilian Haider und Julius Meyer-Siebert, der in der Abwehr immer für Marc-Robin Eisel kam, machten als Mittelblock die Schotten dicht. Und dahinter steuerte Urbic im Kasten mit fünf Paraden seinen Teil zur guten Defensivvorstellung bei. So hatten die Eulen bei verwandelten Siebenmeter des ganz starken Lion Zacharias (11/4) zum 5:2 (9.) erst zwei Gegentreffer kassiert. Gestützt auf die gute Deckung setzten sich die Eulen über 5:2 und 9:4 (14.) bis zur Pause schon auf 18:14 ab.
Eisels tolle Anspiele
Vorne bereitete die sehr offensive 5:1-Deckung der Großwallstadter, wo Finn Wullenweber 14, 15 Meter vor dem Tor versuchte, das Eulen-Spiel zu stören, dem Team wenig Kopfzerbrechen. Vor allem Marc-Robin Eisel brachte tolle Anspiele an seine Kollegen: einen Express-Pass auf Jannek Klein auf der gegenüberliegenden Rückraumseite, schöne Bodenpässe auf Linksaußen Zacharias oder auf Haider am Kreis. Nach 25 Minuten hatte TVG-Coach Vori genug gesehen, stellte auf eine defensive Abwehrformation um. Den Torwart hatte er schon nach einer Viertelstunde gewechselt.
Es nützte wenig: Nur nach dem Wiederanpfiff war die Partie etwas enger (23:21, 42.), dann drehten der eingewechselte Asanin und die Eulen wieder auf, waren auch mit etlichen Gegenstößen erfolgreich. Asanin traf beim 32:24 (52.) sogar ins leere Tor, als es TVG-Coach Vori im Angriff mit dem siebten Feldspieler versuchte. Aber weder das klappte, noch die offene Deckung kurz darauf.
Eulen-Rechtsaußen Alexander Falk meinte hinterher: „Mit den drei Siegen können wir sehr zufrieden sein. Das waren ja mit Hagen, Dresden und Großwallstadt alles keine einfachen Gegner.“ Am Samstag geht es zum TV Hüttenberg.
So spielten sie
Eulen Ludwigshafen: Urbic, Asanin (7m, 42. - 60./1 Tor) - Salger (2), Eisel (1), Trost (2) - Falk (4), Zacharias (11/4) - Haider (3) – Siebert (7), Klein (3), Gorpishin, Remmlinger (2), Durak, Schaller (1)
TV Großwallstadt: Minerva, Boukovias (15. - 30., 44.) - Munzinger, Stark, Wullenweber (3) - Schalles, Eisenträger (6/5) - Corak (8) – Babarskas, Kammlodt (4), Bandlow (7), Strakeljahn (2), Zhuk, Schauer, Rink (1)
Spielfilm: 4:2 (7.), 8:4 (13.), 11:5 (17.), 15:9 (24.), 18:14 (Halbzeit), 20:16 (36.), 28:22 (46.), 30:23 (49.), 32:24 (52.) 37:31 (Ende) - Zeitstrafen: 3:2 - Siebenmeter: 4/4 - 5/5 - Beste Spieler: Zacharias, Eisel, Meyer-Siebert – Bandlow, Corak – Zuschauer: 1467 - Schiedsrichter: Bona/Frank (Remscheid/Radevormwald).