FCK
Rote Teufel wollen gegen Halle die bitter nötige Aufholjagd starten
Zu viel will Thomas Hengen jetzt auch nicht mehr reden. Noch mehr Druck ist auch nicht immer gut. Die Spieler des abstiegsbedrohten Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern wissen nun ganz sicher, worum es geht. Auch um Arbeitsplätze. Ihre eigenen und vor allem die vieler deutlich schlechter bezahlter Klubangestellter. Hengen, der Geschäftsführer Sport des FCK, sagt aber: „Eine Initialzündung zum Auftakt der englischen Woche würde richtig guttun.“
Sieben Punkte Rückstand – zehn Spiele bleiben
Es müssen dringend Punkte her. Siege, Siege, Siege. Durch das 0:1 beim 1. FC Magdeburg, Mitkonkurrent im Abstiegskampf, steckt der FCK ganz, ganz tief im Schlamassel. Sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer müssen die Roten Teufel in zehn Spielen aufholen. Sonst heißt es: Regionalliga Südwest. In der pflichtspielfreien Zeit in den vergangenen zwei Wochen hat FCK-Chefcoach Marco Antwerpen intensiver trainieren lassen, „um wesentlich besser ins nächste Spiel zu gehen“. Das steht an diesem Samstag gegen den Halleschen FC an (14 Uhr, Magenta Sport, Liveblog auf rheinpfalz.de). Am Mittwoch (17 Uhr) kommt der FSV Zwickau, am 10. April geht’s nach Lübeck.
„Es geht darum, dass wir eine Reaktion sehen von der Mannschaft, dass es wieder in die richtige Richtung geht. Dass wir das Spiel gewinnen. Da gibt es kein Vertun mehr“, sagt Trainer Antwerpen.
Startelfdebüt für Götze – Sessa im 18er-Kader
Für Hikmet Ciftci, der sich in Magdeburg einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen hat, wird Felix Götze als Sechser sein Startelfdebüt für den FCK geben. Auch ansonsten ist mit Änderungen in der Startelf zu rechnen. Erstmals wieder im 18er-Kader ist der lange verletzte Mittelfeldspieler Nicolas Sessa.
Offen ist, ob Topstürmer Terrence Boyd bei Gegner Halle, der gestern von seinen Fans mit Bengalos energisch Richtung Pfalz verabschiedet wurde, nach seinem kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder mitwirken kann. Halle macht sich Abstiegssorgen, hat aber zehn Punkte mehr als die Lauterer auf dem Konto.
FCK-Trainer Antwerpen hat dennoch Hoffnung, dass es noch was wird mit dem Lauterer Klassenverbleib. „Im Fußball ist es möglich, auch solche Rückstände aufzuholen“, sagt der Trainer, „die Tabelle nach dem 38. Spieltag ist das, was zählt. Mit dem Aufholen werden wir jetzt anfangen.“
Aktion der Fans – und Destroff leidet mit dem FCK
Viele FCK-Fans wollen das Team auch beim Geisterspiel mit einer Banner-Aktion in der Westkurve unterstützen. Der für Halle spielende Zweibrücker Julian Derstroff leidet mit dem FCK, dem er viel zu verdanken hat, mit dem er erfolgreiche Zeiten vor allem in der Jugend erlebte. „Es tut mir für den Verein unheimlich leid. Ich wünsche mir, dass der FCK es packt.“ Wie schnell es nach unten gehen kann, hat er auch mit Halle erlebt; der 29-Jährige weiß: „In der Situation helfen nur drei Punkte.“ Das gilt vor allem für den 1. FC Kaiserslautern.
So spielen sie
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Zimmer (Hercher), Rieder, Kraus, Senger (Zuck) - Götze - Zuck (Zimmer), Redondo - Ouahim (Ritter) - Huth, Pourié – Ersatz: Raab, Hlousek, Gözütok, Sessa, Skarlatidis – Es fehlen: Winkler (Knieblessur), Kleinsorge (Leistenverletzung), Ciftci, Sickinger (beide Muskelbündelriss im Oberschenkel), Gottwalt, Schad, Spalvis (alle Rehatraining)
Hallescher FC: Müller - Menig, Vucur, Reddemann, Sternberg - Nietfeld, Papadopoulos - Shcherbakovski, Derstroff, Guttau - Boyd (Eberwein) – Es fehlen: Lindenhahn (Knorpelschaden), Schilk (Sehnenanriss), Schreiber (Mittelfußprellung)
Hinrunde: 1:1.
