Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen werfen 40 Tore in Minden

Machte ein gutes Spiel in Minden: Kristjan Horzen.
Machte ein gutes Spiel in Minden: Kristjan Horzen.

Die Rhein-Neckar Löwen haben das erste Bundesliga-Spiel nach der WM-Pause souverän gewonnen. Beim Tabellen-17. TSV GWD Minden gab es am Donnerstagabend einen 40:29 (20:16)-Erfolg. In der zweiten Halbzeit war es eine einseitige Sache. 40 Tore!

Alle Augen auf Juri Knorr. Der beste Nachwuchsspieler der Weltmeisterschaft in Polen und Schweden stand bei seinem Ex-Klub natürlich unter besonderer Beobachtung. Der 22-Jährige war schon im Pokal-Viertelfinal-Spiel bei der TSV Hannover-Burgdorf am vergangenen Samstag nicht ganz fit, ihn plagte ein Infekt, am Donnerstag musste er nicht an seine Grenzen gehen, zu dominant spielte die Mannschaft. Sein erstes Tor erzielte der WM-Aufsteiger, der ein so großartiges Turnier spielte, erst in der 45. Minute. Besonders schön Juri Knorrs Anspiel an Kristjan Horzen, mit dem er die Mindener Defensive völlig entblößte. Horzen traf zum 14:10. Auch die Pässe an seinen kongenialen Partner Jannik Kohlbacher waren wieder eine Augenweide. Kohlbacher – acht Treffer – war mit dem zehnmaligen Torschützen Patrick Groetzki der auffälligste Feldspieler, die Mindener Abwehr bekam den wuchtigen Kreisläufer einfach nicht in den Griff.

Früh das Heft in der Hand

Von Beginn an hatten die Löwen das Heft in der Hand, sie führten schon nach einer Viertelstunde mit vier Toren Vorsprung. Die Abwehr war gewohnt aufmerksam. Im Tor begann Joel Birlehm, nach nur drei Paraden übernahm in der 22. Minute Mikael Appelgren. Er konnte sich viel besser in Szene setzen. Der 33-Jährige bot einige spektakuläre Paraden und knüpfte an seine hervorragende Leistung im Pokal-Viertelfinale in Hannover an.

Appelgren überragend

Auf die Außenspieler der Löwen war Verlass, vor allem Patrick Groetzki erwies sich als treffsicher. Olle Forsell Schefvert trieb seine Mannschaft im Umschaltspiel ständig nach vorne. Auch der lange verletzte Lukas Nilsson kommt immer besser in Schwung.

Minden mühte sich, war aber im zweiten Abschnitt chancenlos. Der von GWD ausgeliehen Löwe Philipp Ahouansou kam am Ende auf fünf Tore. „In der Abwehr haben wir eine ungenügende Leistung gezeigt, im Tempospiel waren die Löwen eine Klasse besser“, sagte Mindens Spielmacher Niclas Pieczkowski. Nach der Pause eilten die Löwen davon, Minden konnte nicht mehr mithalten. Das lag auch Torhüter Mikael Appelgren, der die Gastgeber entnervte, auf 38 Prozent gehaltener Bälle kam.

Ein paar freie Tage

„Wenn wir unser Spiel durchziehen, an unser Konzept glauben, dann werden wir erfolgreich sein“, sagte Kapitän Patrick Groetzki, der sich nach zwei Spielen innerhalb von fünf Tagen auf ein paar freie Tage freut. Das lange Wochenende haben sich die Löwen redlich verdient. Es geht erst am Sonntag in einer Woche mit dem Heimspiel gegen den TVB Stuttgart weiter.

x