Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen: Uwe Gensheimer findet bei Sieg aus der Krise

Trumpfte auf: Kapitän Uwe Gensheimer.
Trumpfte auf: Kapitän Uwe Gensheimer.

Uwe Gensheimer hat keine einfachen Wochen hinter sich. Der 33:26 (17:11)-Sieg der Rhein-Neckar Löwen beim SC DHfK Leipzig wird dem Linksaußen deshalb guttun. Der Kapitän der Nationalmannschaft zeigte eine starke Leistung – wie seine Kollegen auch.

Es ist wahrscheinlich, dass ein solcher Wurf noch im Derby gegen die Eulen Ludwigshafen am vergangenen Donnerstag nicht ins Tor gegangen wäre – und deshalb erzählt der Treffer zum 22:16 viel über das in Leipzig wiedererlangte Glücksgefühl von Uwe Gensheimer. Im Gegenstoß musste der Löwen-Kapitän von etwa zehn Metern von außen werfen, schleuderte die Kugel in Richtung Tor, wo der Ball erst an die Unterkante der Latte und von dort knapp hinter die Torlinie sprang. Gensheimer drehte jubelnd ab und dürfte für sich die Gewissheit erlangt haben, dass er seine Qualität noch nicht verloren hat.

Wieder Fragen zu den Trickwürfen

Bei der Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten und auch in einigen Partien anschließend im Trikot der Löwen wirkte der Linksaußen fahrig und agierte unglücklich. „Mir sind die Schritte ausgegangen, deshalb musste ich schon werfen“, sagte Gensheimer anschließend im Interview und grinste. Zuletzt musste er viele Fragen zu seiner Form beantworten, die ihm nicht gefallen konnten, gestern wurde er mal wieder zu seinen tollen Trickwürfen befragt. In der Schlussphase zauberte er einen Ball fast von der Torauslinie mit einem Dreher am Leipziger Torhüter Joel Birlehm vorbei in den Kasten und war mit insgesamt neun Toren der beste Werfer der Partie.

„Wenn wir alle konzentriert spielen und geduldig auf unsere Chancen warten, sieht man, welche Qualität wir haben“, erklärte Gensheimer. Er wollte nicht allzu sehr über sich selbst sprechen, sondern lieber über den Erfolg der Mannschaft, die ihre Berg- und Talfahrt in den zurückliegenden Partien fortsetzte. Beim schwer erkämpften Sieg gegen die Eulen hatten die Löwen lange unter ihren Möglichkeiten agiert, in Leipzig waren Gensheimer und seine Kollegen 60 Minuten lang stark.

Löwen lassen nichts anbrennen

Schnell führten sie mit 6:2 (7.) und ließen die Leipziger fortan nicht mehr herankommen. Bis zur Pause bauten sie den Vorsprung auf sechs Treffer aus (17:11) und wackelten eigentlich nur einmal ganz kurz zu Beginn der zweiten Halbzeit. Der SC DHfK war auf 16:20 herangekommen und hatte im eigenen Ballbesitz die Möglichkeit, weiter zu verkürzen. Der gewohnt starke Andreas Palicka verhinderte das jedoch mit einer Parade gegen den Wurf von Luca Witzke und kurze Zeit später stellte Gensheimer mit seinem Knaller an die Unterkante der Latte den Vorsprung auf sechs Treffer (22:16.).

Am Dienstag können die Löwen deshalb mit einem guten Gefühl in den Osten Kroatiens fliegen, wo am Abend (18.45 Uhr) das Achtelfinal-Hinspiel in der European League bei RK Nexe Nasice ansteht. Uwe Gensheimer – das dürfte sicher sein – wird mit einem guten Gefühl den Charterflieger besteigen.

So spielten sie

SC DHfK Leipzig: Birlehm, Saeveraas - Remke (5), Witzke (2), Pieczkowski (2) - Wiesmach (3), Binder - Milosevic – Krzikalla (3/2), Meyer-Siebert (3), Roschek, Weber (4), Gebala (3), Esche (1), Jakob-Jannis Leun

Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Katsigiannis - Lagergren (5), Schmid (5), Lagarde (1) - Groetzki (7), Gensheimer (9/2) - Kohlbacher (4) – Kirkelökke (1), Patrail, Nilsson (1), Nielsen, Gislason

Spielfilm: 2:6 (7.), 6.11 (19.), 11:17 (Hz), 16:20 (39.), 17:24 (45.), 22:30 (54.), 26:33 (Ende) - Beste Spieler: Weber, Remke - Gensheimer, Groetzki, Lagergren - Siebenmeter: 3/2 - 2/2 - Zeitstrafen: 2/6 - Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg).

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