Handball
Rhein-Neckar Löwen gewinnen drittes Spiel in Folge
Dabei kamen die Gastgeber ohne den kurzfristig ausgefallenen Uwe Gensheimer (Bauchmuskelverletzung) vor 3733 Zuschauern in der SAP-Arena zuerst nur mühsam ins Spiel. Die in der Liga noch sieglosen Leipziger führten durch einen Konter von Lukas Binder 4:2 nach sechs Minuten. Dann scheiterte Löwen-Kapitän Patrick Groetzki noch mit einem Siebenmeter am starken Kristian Saeveras im Kasten der Gäste. Außerdem mussten die Hausherren nach zehn Minuten die zweiten Zeitstrafe von Nationalspieler Patrick Kohlbacher in Kauf nehmen.
Eigentlich keine guten Voraussetzungen. Die in der Abwehr konsequent zupackenden Leipziger machten Juri Knorr und seinen Kollegen in der Anfangsphase das Leben im Angriff richtig schwer. Für einen Kurzeinsatz kam im linken Rückraum Julius Meyer-Siebert, der ein Zweitspielrecht für die Eulen Ludwigshafen besitzt, zum Einsatz. Meyer-Siebert fand bei seiner ersten Angriffsaktion allerdings in Löwen-Torwart Mikael Appelgren gleich seinen Meister.
In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte spielten die Gastgeber zur Freude ihrer Fans wie verwandelt auf. Besonders der für Kohlbacher am Kreis agierende Kristjan Horzen war von den Gästen kaum zu bremsen. Nach seinem Treffer zum 8:8 (20.) waren die Löwen (endlich) Herr im eigenen Hause.
Knorr ein starker Spielmacher
Juri Knorr füllte die Spielmacherrolle klasse aus und erzielte außerdem noch vier Siebenmetertore vor der Pause. Die Abwehr um Olle Forsell Schefvert vor dem sicheren Torwart Mikael Appelgren stand jetzt ihren Mann. Mit vier Toren in Folge (zweimal Horzen, zudem Knorr und Groetzki) führte die Hinze-Sieben nach schwachem Beginn plötzlich mit fünf Toren Vorsprung.
Nach der Pause lagen die Löwen zeitweise sogar mit zehn Toren (29:19) Vorsprung in Führung. Leipzig mühte sich um Resultatsverbesserung, brachte aber die Löwen nicht mehr in die Bredouille.
„Ja, wir machen ein gutes Spiel. Aber es haben sich auch immer wieder Fehler eingeschlichen. Appel und die Abwehr machen hinten einen klasse Job“, sagte der sechsmal erfolgreiche Juri Knorr. Torwart Appelgren lobte die Einstellung seines Teams: „Wir hatten nicht den besten Start. Aber wir bringen unser System durch. Das haben wir Leipzig vorgemacht. So gewinnen wir auch in der Höhe verdient. So wollen wir die Aufgaben auch angehen.“
Schon am Samstag in Stuttgart zu Gast
Am Samstagabend geht es für die Löwen schon wieder weiter. Dann treten die Sieger von Donnerstagabend im Baden-Württemberg-Derby beim TVB Stuttgart (20.30 Uhr) an. Der vierte Sieg in Folge wird und muss in dieser Form das Ziel sein.