Handball
Rhein-Neckar Löwen auf der Suche nach sich selbst
Die Löwen atmeten erst einmal durch. Nach dem Unentschieden bei GWD Minden und der Heimniederlage gegen Frisch Auf Göppingen war das Selbstvertrauen schon ein bisschen angeknackst. Die Löwen: Ein Team auf der Suche nach sich selbst. „So eine Saison ist ja immer auch ein Wechselbad. Es gibt Spiele, da ist die Leichtigkeit da, das passt es, und dann hast du Spiele, da ist die Leichtigkeit nicht so drin. Gegen die Eulen war das so. Aber ich finde, die Jungs haben reagiert. Mit schneller Mitte, mit Gegenstoß-Toren. Von daher habe ich nichts zu bekritteln. Es gibt schwere Spiele, das war ein schweres Spiel und das haben wir geschafft“, resümierte Trainer Martin Schwalb, der im Abwehrinnenblock noch Steigerungspotenzial sieht. Er bedauert die Verletzung von Ilija Abutovic, der gerade beim Coup in Berlin eine klasse Leistung als Abwehrchef zeigte. Neben Ymir Gislason begann Jesper Nielsen, später kam Mait Patrail.
Jede Aktion auf die Goldwaage legen
Für Regisseur Andy Schmid „geht es nur über Siege, nur über Erfolgserlebnisse. Es geht nur über gute Abwehraktionen, gute Angriffsaktionen. Jede Aktion müssen wir fast schon auf die Goldwaage legen jetzt. Wenn wir das tun, nicht das große Ganze im Kopf haben, sondern jede einzelne Szene, dann werden wir die Kurve wieder kriegen, davon bin ich überzeugt.“ Schmid glaubt, dass ein Teil des Knotens gelöst ist. „Jetzt fahren wir nach Leipzig, versuchen das Spiel zu gewinnen, das ist auch wieder ein ganz wichtiges Spiel für uns“, meinte er.
In der Hinserie eine Klatsche
Mitte Oktober wähnten sich die Löwen schon auf einem guten Weg, dann kreuzte der SC DhfK Leipzig in der SAP-Arena auf und führte die Löwen zeitweise vor, am Ende hieß es 28:23. Dieses Spiel gab schon einen kleinen Vorgeschmack auf die bislang so wechselvolle Saison. „Das wird ein schweres Spiel, zu Hause haben wir klar verloren“, sagte Jerry Tollbring, der früh Uwe Gensheimer als Linksaußen ablöste. Der Kapitän ist vermutlich der Spieler, dem derzeit am meisten die Leichtigkeit fehlt. Von dem Halblinken Lukas Nilsson muss mehr kommen, er hatte in der Partie gegen die Eulen mit seinen Aktionen keinen Erfolg, musste weichen.
„Im Spiel in Leipzig ist Dampf drin, wir werden uns voll fokussieren, dort ist es unglaublich schwer zu spielen, jede Mannschaft hat vor der Aufgabe gehörig Respekt, bei uns ist es positiver Respekt, weil wir ja zwei Punkte holen wollen“, erklärte Schwalb.
Verlassen konnte er sich wieder auf Torhüter-Notnagel Nikolas Katsigiannis, der am Ende wichtige Paraden zeigte, die Löwen auf Kurs hielt.
Am Tag der Arbeit.