Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwe Jon Lindenchrone macht es noch einmal richtig spannend

Im Blickpunkt: Löwe Jon Lindenchrone.
Im Blickpunkt: Löwe Jon Lindenchrone.

Mit dem 35:34-Sieg brachten die Rhein-Neckar Löwen dem SC DHfK Leipzig die siebte Niederlage in der Handball-Bundesliga in Folge bei.

40 Sekunden waren noch zu spielen, 35:34, Siebenmeter für die Rhein-Neckar Löwen. Jon Lindenchrone schritt zur Tat, in der jüngsten Zeit hat sich der Däne bei Strafwürfen bewährt. Jon Lindenchrone nahm den Ball – und warf ihn weit oben links am Gehäuse vorbei. „Das war sehr schlecht. Wenn ich das Tor getroffen hätte, wäre er reingegangen“, sagte Lindenchrone.

Die Zuschauer stöhnten auf. Entscheidung verpasst. Aber es ging ja gut, die Löwen wehrten den letzten Angriff der Gäste ab. „Wir hatten so viele Chancen. Jetzt bin ich glücklich. Wir waren drei Tore vorne, dann gab es wieder einen Kampf“, sagte der 28-Jährige und atmete durch. Neun Tore gelangen ihm.

Drei Tore in Folge

Die ganze Löwen-Zeit in knapp vier Minuten, so sah das bei Jon Lindenchrone am Donnerstag aus. 33:33 – Jon Lindenchrone (55.45). 34:33 – Jon Lindenchrone (56.31). 35:33 – Jon Lindenchrone (58.18). Drei Tore in Folge erzielte der halbrechte Rückraumspieler in nicht einmal drei Minuten. Aber er vergab auch den Siebenmeter. Und so gab es eben wieder einen Punktabzug bei ihm.

Ivan Martinovic ist seit der WM verletzt, deshalb bekommt der Däne, der vor zwei Jahren von Frisch Auf! Göppingen kam, mehr Spielanteile. In der Partie gegen Leipzig spielte er 60 Minuten durch. „Ich war müde, aber Leipzig war auch müde“, meinte er. Keine Entschuldigung.

Jon Lindenchrone wechselt nach der Saison vorzeitig zurück in seine Heimat zu Skjern Håndbold. Er ging auf die Löwen zu und bat um die Vertragsauflösung. Alles in allem lief es für ihn nicht so wie erhofft. In der vergangenen Saison kam er zumeist als Rechtsaußen alternativ für Patrick Groetzki zum Einsatz, Niklas Kirkelökke war im Rückraum gesetzt. Und nun, in dieser Saison, schlug Neuzugang Ivan Martinovic toll ein, war ein Leistungsträger, bis seine Verletzungsmisere begann. Beim Final Four verletzte er sich ja erneut. Jon Lindenchrone stellt aber klar: „Es waren nicht nur sportliche Gründe für meinen Wechsel. Ich freue mich, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können, mit meinen Freunden. Ich bin froh mit dieser Entscheidung, auch wenn es natürlich großartig ist, in der SAP-Arena zu spielen. Ich werde das vermissen.“

Lange zu knabbern an Pokal-Enttäuschung

Die Enttäuschung nach Köln, die Enttäuschung über die sehr unglückliche Pokalniederlage gegen den THW Kiel ist vorbei, Jon Lindenchrone hat das eine Woche mit sich rumgeschleppt, als die Partie dann beim SC Magdeburg losging, war die Phase aber abgehakt. „Das dauerte, das war schwer“, betonte er. Als Lindenchrone dann gefragt wurde, was die Mannschaft in den kommenden Wochen denn noch so vor hat in der Grauzone der Tabelle, verwies er auf Patrick Groetzki, den Kapitän, unterstrich aber zumindest: „Die letzten Heimspiele gewinnen.“

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