Handball
Philipp Kockler glänzt im DHB-Pokalspiel des SV 64 Zweibrücken gegen Nettelstedt
Nicht nur das: Kockler war gegen Bundesliga-Aufsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke mit sieben Treffern bester Spieler seines neuen Teams. Von Illtal war der 21-Jährige eigentlich zur Spielzeit 2021/22 nach Zweibrücken gewechselt. Weil die RPS-Oberliga-Saison aber abgebrochen wurde, konnte er im Frühjahr in der Dritten Liga schon erste Erfahrungen auf höherem Niveau sammeln.
Sieben Tore bei zehn Versuchen
Augenscheinlich mit Erfolg, denn der 21-Jährige, der im saarländischen Schmelz noch bei seinen Eltern wohnt, zeigte auf der linken Rückraum-Position keinen Respekt vor den Abwehr-Hünen der Mannschaft von Gästetrainer Emir Kurtagic. Eins-gegen-Eins-Aktionen, Sprungwürfe, Schlagwürfe – der 1,94 Meter große SV-Spieler packte mit viel Dynamik einiges aus seinem technischen Repertoire aus.
Vier der ersten sechs Tore der SV-Löwen gingen auf Kocklers Konto. Ein weiteres kam noch vor, zwei nach der Pause hinzu – bei nur zehn Versuchen. Er hatte zusammen mit SV-Torwart Marko Ivankovic großen Anteil daran, dass sich die 350 Fans in der coronabedingt ausverkauften Westpfalzhalle nach einer Viertelstunde verwundert die Augen rieben: Das gastgebende Team von Trainer Stefan Bullacher führte mit 10:6.
Ganz schön viel Energie im Rückraum
„Das war ein super Start, überraschend gut. Damit haben wir nicht unbedingt gerechnet“, meint Kockler hinterher offen. In der Folge hätte der SV 64 dann einige gute Chancen nicht verwertet. „Und nach der Roten Karte gegen Niklas Bayer hat einer in unserem Wechselkontingent gefehlt. Sonst wären wir vielleicht noch mal auf zwei, drei Tore herangekommen“, glaubt Kockler, der an der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft im vierten Semester den Studiengang „Erneuerbare Energien“ absolviert. „Viel Zeit für anderes bleibt neben Studium und Handball nicht mehr“, sagt er.
Mit dem Endresultat gegen Bundesligist Nettelstedt war er letztlich zufrieden. „Über das 23:30 kann man sich nicht beklagen“, findet er und freut sich auf den Drittliga-Start kommende Woche.