Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Die Premiere an der Staustufe

Konsternierte Eddersheimer (in Gelb) nach dem 3:1 am Donnerstag für den VfR Mannheim. Der Hessenliga-Zweite hat nun nur noch mit
Konsternierte Eddersheimer (in Gelb) nach dem 3:1 am Donnerstag für den VfR Mannheim. Der Hessenliga-Zweite hat nun nur noch mit einem deutlichen Sieg am Sonntag gegen den FKP eine Aufstiegschance.

Zu seinem ersten Spiel in der Regionalliga-Aufstiegsrunde reist der FKP an den Main zum FC Eddersheim. Die Stärken und Schwächen des Hessenliga-Vizemeisters.

Seit 1903 gibt es den FK Pirmasens, seit 1931 den FC Eddersheim. Noch nie hatten die beiden Fußballvereine sportlich etwas miteinander zu tun. Doch das ändert sich jetzt, und es geht gleich um ziemlich viel. Am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) bestreitet der FKP in dem Stadtteil von Hattersheim am Main sein erstes Spiel in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga.

„Eddschem“ hat als Vizemeister der Hessenliga diese Dreierrunde gegen die Zweiten der Oberligen Rheinland-Pfalz/Saar und Baden-Württemberg erreicht – allein das ist schon der größte Erfolg in der Geschichte des Vereins, der viele Jahrzehnte auf Kreis- und Bezirksebene unterwegs war. Die Mannschaft von Trainer Carsten Weber musste in der Hessenliga nur der U21 von Eintracht Frankfurt den Vortritt lassen und sicherte sich frühzeitig Platz zwei vor den Ex-Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf, FC Gießen und KSV Baunatal.

Recht viele Gegentore

Auffällig: die für einen Vizemeister recht hohe Gegentorzahl (50 in 34 Spielen, damit im Schnitt eineinhalb pro Spiel). Der Eindruck einer nicht immer sattelfesten Defensive bestätigte sich im ersten Aufstiegsspiel der Eddersheimer an Fronleichnam, das sie beim VfR Mannheim mit 1:4 verloren. Da wird auch dem Pirmasenser Chefcoach Daniel Paulus, der wie sein Co-Trainer Hagen Burkart und Torwarttrainer Thorsten Hodel unter den 2900 Zuschauern im Rhein-Neckar-Stadion war, einiges an Ansatzpunkten für sein Team aufgefallen sein. Paulus betonte aber auch: „Eddersheim war in der Offensive einige Male aus dem Nichts durch Umschaltsituationen sehr gefährlich. Da müssen wir immer auf der Hut sein.“ Solch ein Konter führte zum 1:1 durch Demyan Imek nach Steilpass von Nils Fischer, und der FCE hatte auch eine Riesenchance zum 2:2. Jener Nils Fischer hat in seiner Karriere schon viermal gegen Pirmasens gespielt, dabei in der Saison 2020/21 zweimal für Bayern Alzenau gegen „die Klub“ getroffen.

Hat für die Aufstiegsspiele wohl seinen gesamten Kader zur Verfügung: FKP-Cheftrainer Daniel Paulus.
Hat für die Aufstiegsspiele wohl seinen gesamten Kader zur Verfügung: FKP-Cheftrainer Daniel Paulus.

Gespielt wird am Sonntag auf dem Sportplatz an der Staustufe, nur wenige Meter vom Main entfernt. Mitreisende FKP-Anhänger dürften in unmittelbarer Nähe des FCE-Geländes Schwierigkeiten haben, einen Parkplatz zu finden. Die Eddersheimer raten dazu, ein Parkhaus auf der anderen Mainseite in Kelsterbach zu nutzen. Einen Fan-Bus hat der FKP dieses Mal nicht organisiert, „weil das in der Kürze der Zeit nicht möglich war“, so Präsident Jürgen Kölsch. Erst durch das Ergebnis vom Donnerstag stand fest, dass Pirmasens am Sonntag in Eddersheim und am kommenden Mittwoch (19 Uhr) auf der Husterhöhe gegen Mannheim spielt.

Vorverkauf ab Montag

Zum Heimspiel gegen den VfR erwartet Kölsch 2000 bis 3000 Zuschauer. Ein Ticket für die Haupttribüne kostet 15 Euro, Mitglieder, Rentner und Schüler zahlen 13 Euro. Für einen Platz auf den Stehrängen werden 10 (ermäßigt 8) Euro fällig. Am Montag startet der Vorverkauf in der FKP-Geschäftsstelle im Framas-Stadion. VIP-Tickets werden zu dieser Partie nicht verkauft.

Die sportliche Ausgangslage ist klar: Die Pirmasenser brauchen in Eddersheim zumindest ein Unentschieden, um dann mit einem Sieg gegen Mannheim den letzten noch freien Platz in der Regionalliga Südwest 2026/27 zu ergattern. Im Falle einer Auswärtsniederlage hätte der FKP aufgrund des Torverhältnisses nur noch eine kleine Chance, nächste Runde gegen den SSV Ulm, die Stuttgarter Kickers, den FSV Frankfurt, Kickers Offenbach, Hessen Kassel, den FC Homburg, den FCK II oder Eintracht Trier antreten zu dürfen. Trainer Paulus hat voraussichtlich seinen gesamten Kader zur Verfügung.

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