Handball
Netzwerker Alexander Schmitt verstärkt die Eulen Ludwigshafen
Die ersten Gespräche zwischen Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler und Alexander Schmitt liefen schon im Dezember, schnell war klar, dass die beiden auf einer Wellenlänge liegen. Schmitt hat sich für zwei Jahre an die Eulen gebunden. „Der Hauptfokus liegt auf meinem hauptamtlichen Job, den vernachlässige ich nicht. Das passt schon alles zeitlich. Ich war 25 Jahre lang selbstständig. Da ist Zeitmanagement etwas ganz Wichtiges. Ich hatte vorher ja eine Dreifachbelastung. Ich war Teammanager bei TuS Dansenberg, hatte ein Restaurant in Kaiserslautern und war hauptamtlich eingespannt“, erklärte er.
Die Vorgeschichte. Alexander Schmitt kennt sich sehr gut aus in der Handballszene.
Er wollte bei TuS Dansenberg die Drittliga-Handballer als GmbH aus dem Stammverein ausgliedern, das klappte nicht. „Wir hatten Investoren in der Hinterhand. Ich glaube, wir hätten den Verein in den nächsten zehn Jahren gut aufstellen können, nicht nur die erste Mannschaft, sondern auch den gesamten Verein. Die Mitglieder haben das Vorhaben im vergangenen Jahr am 13. November bei der Jahreshauptversammlung abgelehnt. Daraufhin habe ich mich nicht mehr zur Wahl gestellt. Ich habe das Kapitel Dansenberg für mich nach 13 Jahren geschlossen“, führte Schmitt aus. Der Kaiserslauterer weiter: „Es war nicht einfach. Der TuS Dansenberg ist mein Herzensverein. Ich habe den Verein 13 Jahre lang aufgebaut. Ich habe das komplett im Ehrenamt gemacht, war selbst Sponsor mit meinen Firmen. Die Mitglieder entscheiden, das habe ich zu respektieren“, sagte er.
Kein Gießkannenprinzip mehr
Nun also die Eulen Ludwigshafen. Zweite Liga. Wie schwer ist es, Partner in diesen schwierigen Zeiten zu gewinnen? „Das Geld sitzt auf keinen Fall locker. Die Inflation ist überall gegenwärtig. Das Geld wird nicht mehr mit dem Gießkannenprinzip verteilt. Es ist wichtig, dass man den Firmen ein Konzept präsentieren kann und sie mitnehmen, motivieren und begeistern kann. Also alles das, was, die Eulen vorleben“, unterstrich er. Schmitt: „Das reine Thema Sponsoring ist schwierig. Man muss sich gegenseitig unterstützen. Es geht um einen Mehrwert in der Partnerschaft.“
Er wähnt den Klub dahingehend auf einem sehr guten Weg. „Die Eulen machen noch andere Dinge wie die Ausbildungsbörse oder die Mitarbeitergewinnung. Das sind Themen, die interessant sind für die Unternehmen. Genau, wie Produkte in der Friedrich-Ebert-Halle anzubieten. Das Motto muss sein: Ich gebe euch etwas zurück. Dann ist nach wie vor vieles möglich. Aber es ist nicht einfacher geworden.“
Nahbarkeit und Leidenschaft sind für den studierten Betriebswirtschaftler wichtig. „Es hilft zu erkennen, dass ehrliche Arbeit dahinter steckt.“ So schätzt er die neue Kampagne der Eulen. „Damit man sieht, in welche Richtung es geht“, meinte er. Der FCK-Fan wähnt die Eulen gerüstet. „Mit die wichtigsten Faktoren sind da. Wir haben die drittmeisten Zuschauer in der Zweiten Liga. Wir haben Tradition. Wir haben das Authentische. Jeder, der mal bei einem Spiel war, kommt wieder. Allein diese Atmosphäre ...“, unterstrich er. Und die Mannschaft? Schmitt schätzt sie so ein: ein guten Kader mit einem guten Mix.
Jüngst gelang es den Eulen, einige neue Partner zu gewinnen. Ein paar weitere Unternehmen seien „in der Pipeline“. Der eine oder andere Partner werde in Kürze zu den Eulen stoßen. Schmitt erkennt Potenzial in der Region, wobei er auch nationale Unternehmen durchaus als Partner sieht, für die der Zweitliga-Handball durch die mediale Begleitung interessant ist.