Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Nach dem vorletzten Test: So könnte Nagelsmanns WM-Elf aussehen

Trumpft auf: Lennart Karl.
Trumpft auf: Lennart Karl.

Mit einer serösen Leistung hat sich die deutsche Mannschaft in die USA verabschiedet. Lennart Karl, der Quirlige, hat sich empfohlen.

Unbekümmert und selbstbewusst – Karl war am Sonntag im Testspiel gegen Finnland schon wieder eine Entdeckung. In seinem ersten Startelfeinsatz überzeugte der junge Flügelflitzer des FC Bayern, es war ja erst das dritte Länderspiel für den smarten Aufsteiger. Mit diesem Auftritt unterstrich Karl, absolut eine Option für das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika gegen Curaçao zu sein. Karl hat sich positioniert, vor Leroy Sané und auch Jamie Leweling.

Die Elf für das erste WM-Spiel steht.

Gegenüber der Partie gegen Finnland wird es nur wenige Änderungen geben. Für Oliver Baumann rückt Manuel Neuer ins Tor. Die Fans in Mainz feierten den Hoffenheimer am Ende mit Sprechchören. Das hatte natürlich eine Aussagekraft. Die späte Rückholaktion von Neuer empfanden viele gegenüber Baumann als problematisch und ungerecht.

Raum vor Brown

Auf der linken Abwehrseite dürfte David Raum den Vorzug bekommen. Nathaniel Brown hat es gut gemacht, und Bundestrainer Julian Nagelsmann lobt den Frankfurter auch auffällig oft, aber Raum war eine feste Größe in der WM-Qualifikation. Stark war am Sonntag auch Felix Nmecha, der Dortmunder hat sich in Stellung gebracht und ist wirklich eine Alternative für Leon Goretzka, dem Nagelsmann eine wichtige Rolle bei der WM zuschrieb.

Wie sich die Offensive gestaltet, hängt allein davon ab, auf welcher Position Kai Havertz spielt. Kommt er als Mittelstürmer, dann muss Deniz Undav weichen. Oder spielt er hinter der Spitze, dann hätte das Auswirkungen auf Jamal Musiala. Spielt er rechts wie in Stuttgart gegen Ghana, müsste Lennart Karl auf die Bank. Das sind die letzten Denksportaufgaben für Nagelsmann.

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