Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Löwen: Neuzugänge Lagergren und Patrail – gesucht und gefunden

Albin Lagergren
Albin Lagergren

Das größte Lob kam aus berufenem Mund. Bennet Wiegert, der Trainer des SC Magdeburg, verabschiedete seinen Spieler Albin Lagergren mit den Worten: „Er hat uns auf ein anderes Niveau gehoben.“

Lagergren kommt mit Tempo

Der Schwede, am Freitag von der RHEINPFALZ darauf angesprochen, erwiderte: „Das ist wirklich schön zu hören. Ich hoffe, ich kann hier auch ein anderes Niveau hereinbringen. Ich versuche, mein Spiel zu spielen – und hoffe, dass das reicht.“ Tempo in die Partie zu bringen, ist einer seiner Vorzüge. Der 27-Jährige verstärkt die Schweden-Fraktion bei den Löwen, gesellt sich zu Mikael Appelgren, Andreas Palicka, Jerry Tollbring und Jesper Niesen. Dass er einige Kollegen kennt, war nicht der einzige Grund zu wechseln, wie er verriet. Er findet die Region toll, er schätzt die vielen Möglichkeiten zwischen Kronau und Frankfurt. Lagergren streitet im rechten Rückraum um Spielanteile mit Dauerbrenner Alexander Petersson und Niclas Kirkelökke. „Derjenige, der gute Leistung zeigt, wird spielen“, meinte er.

Patrail acht Jahre in Hannover

„Wir haben genau die Spieler gefunden, die wir gesucht haben. Mait hat eine unglaublich lange Bundesliga-Erfahrung, hat in Hannover gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann, vorne wie hinten. Nach dem Weggang von Gedeón Guardiola haben wir im Innenblock noch jemanden gesucht. Das Profil deckt er perfekt ab. Albin hat in Magdeburg absolut überzeugt, vom ersten Moment an. Wir sind heilfroh, dass wir im rechten Rückraum nun mehr Alternativen haben“, erläuterte der Sportliche Leiter Oliver Roggisch.

Mait Patrail (32) kam 2012 zu der TSV Hannover-Burgdorf, hat dort alle Entwicklungsschritte mitgemacht. „Wir waren dreimal im Europapokal und haben uns dreimal für das Final Four in Hamburg qualifiziert. Ich war lange dort, da muss man sich wohlfühlen. Ich hatte acht schöne Jahre, schade, dass wegen Corona auf diese Art Schluss war“, erklärte der Este. Hannover musste finanziell defensiver agieren. Er soll bei der „zweiten Welle“ im Zusammenspiel mit den Kreisläufern Akzente setzen. Nach einer schweren Schulterverletzung 2014 wandelte er sich vom „Shooter“ zum Allrounder. Patrail ist zuversichtlich, sich schnell zu integrieren. „Mein Vorteil ist, dass ich die deutsche Sprache spreche“, betonte er.

Nach Ansicht von Martin Schwalb haben die Löwen mit den Neuzugängen noch „zwei weitere Waffen im Köcher“. Es wird weiter nach einem Rechtshänder gefahndet.

Mait Patrail
Mait Patrail
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