Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Löwen: Freude über erfolgreichen Saisonauftakt in Dänemark

Lukas Nilsson auf dem Weg Richtung Tor.
Lukas Nilsson auf dem Weg Richtung Tor.

Wenn am Ende die Talente aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Feld stehen, haben die etablierten Kräfte zuvor viel richtig gemacht. Das war auch am Dienstagabend im dänischen Holstebro so, wo die Rhein-Neckar Löwen im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde in der European League bei TTH Holstebro 28:22 (13:9) gewannen.

Es ist ziemlich sicher, das David Späth die Vorkommnisse des 22. Septembers 2020 bis an sein Lebensende nicht mehr vergessen wird. Im Normalfall steht er bei der Zweiten Mannschaft der Löwen in der Dritten Handball-Liga im Tor, war nun aber in Holstebro mit dabei, da Mikael Appelgren immer noch angeschlagen ist. In den letzten Minuten der Begegnung stand Späth im Tor, doch zu diesem Zeitpunkt hatte der Keeper seine Glanzstücke bereits abgeliefert. Ende der ersten Halbzeit und Mitte der zweiten Hälfte kam er bei Siebenmetern aufs Feld und brachte das Kunststück fertig, beide Versuche abzuwehren. David Späth war der glücklichste Löwen-Sieger.

Ahouansou und Veigel feiern Premiere

Nicht nur der Torhüter schnupperte erstmals Europapokal-Luft, auch Kaspar Veigel und Philipp Ahouansou feierten ihre Premieren. Veigel verband seine ersten Minuten im Profiteam mit seinem Geburtstag, der Rechtsaußen wurde 19 Jahre alt. Ahouansou nutzte die Spielzeit, um sein großes Talent mit zwei Toren aus dem Rückraum deutlich zu machen.

„Ich bin mir sicher, dass David heute im Stehen schläft“, sagte Martin Schwalb und musste grinsen. Der Löwen-Coach freute sich mit den Nachwuchsspielern und war zufrieden mit seinem Stammkader: „Wir hatten Respekt vor Holstebro, und es war gut, wie wir nach der langen Pause reingekommen sind.“

Gensheimer geht voran

Bis zum 5:6 (13.) mussten sich die Löwen an das erste Pflichtspiel seit Anfang März „gewöhnen“ – oder „reinkämpfen“, wie es Uwe Gensheimer formulierte. Danach hatten die Löwen alles im Griff, weil der Kapitän voranging. Gensheimer war am Ende mit neun Treffern nicht nur der beste Werferder Badener, sondern mit sieben Toren in der ersten Halbzeit der Impulsgeber seiner Mannschaft. Bis zum 12:6 zogen die Löwen davon (23.) – und raubten den Dänen damit die Hoffnung.

Die nächste Runde müssen die Löwen im Rückspiel am kommenden Dienstag noch final sichern, aber Zweifel am Weiterkommen gibt es eigentlich keine mehr.

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