Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Löwen arbeiten sich dank Schmid ins Viertelfinale

Ab ins Viertelfinale: Löwen-Krerisläufer Jannik Kohlbacher.
Ab ins Viertelfinale: Löwen-Krerisläufer Jannik Kohlbacher.

Die Rhein-Neckar Löwen haben das Viertelfinale in der European League erreicht. Der Mannschaft von Martin Schwalb genügte Dienstagabend im Achtelfinal-Rückspiel gegen RK Nexe Nasice ein 27:27 (14:12). Das Hinspiel eine Woche zuvor in Kroatien hatten die Badener 27:25 für sich entschieden.

Im ersten Augenblick wirkte Andy Schmid nicht erfreut darüber, dass ihn Martin Schwalb aufforderte, sich auf seinen Einsatz vorzubereiten. Der Schweizer pustete tief durch, erhob sich langsam und schritt anschließend hinter die Ersatzbank, um ein paar Muskeln zu dehnen. Kurz darauf stand Schmid auf dem Feld, nachdem Löwen-Trainer Schwalb seine Spieler bei einer Auszeit und einem 18:19-Rückstand ermahnt hatte, fortan doch bitte konzentrierter zu Werke zu gehen.

Schmid wirft sechs Löwen-Tore hintereinander

Die Löwen drohten, den Einzug ins Viertelfinale der European League zu verpassen, als Spielmacher Schmid das Zepter übernahm. Er hatte bereits zu Beginn der Partie auf dem Feld gestanden, wirkte in der Anfangsphase aber müde und verließ das Parkett deshalb nach zehn Minuten wieder. Als der älteste Akteur der Löwen gebraucht wurde, war er jedoch zur Stelle – auf beeindruckende Art und Weise. Nach dem 18:19-Rückstand erzielte der Schweizer die folgenden sechs Tore für seine Mannschaft (!), was zusammen mit einigen Paraden von Andreas Palicka dafür sorgte, dass aus dem bedrohlichen Rückstand eine 24:21-Führung wurde (51.).

„Das Messer schon am Hals“

„Das war ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagte Schmid. Der Spielmacher war sichtlich erleichtert, dass er mit seinen Kollegen ein Ausscheiden noch hatte abwenden können. „Der Spielverlauf war nicht gut, wir hatten in der zweiten Halbzeit das Messer schon am Hals, muss man sagen.“ Zu einer ernsthaften Verletzung kam es letztlich aber nicht. „Unter Druck haben wir viel Energie aufs Feld gebracht“, lobte Löwen-Coach Martin Schwalb seine Schützlinge: „Deshalb sind wir am Ende auch verdient weitergekommen.“

Nasice wie ein Kaugummi

Bereits in den ersten 30 Minuten hatten sich die Kroaten als zäher Kontrahent erwiesen. Wie ein Kaugummi heftete sich das Team aus Nasice an die Löwen, denen es deshalb nicht gelang, sich abzusetzen. Beim 5:2 (10.) und beim 12:8 (25.) bestand die Möglichkeit, sich zusätzlich zum 27:25-Sieg aus dem Hinspiel ein beruhigendes Polster zu verschaffen. Das gelang aber nicht, so dass ein „alter“ Schweizer helfen musste, den Einzug ins Viertelfinale abzusichern.

Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Katsigiannis, Späth - Kirkelökke, Schmid (6), Ahouansou (2) - Lagergren (3), Tollbring (7/3) - Kohlbacher (4) - Gensheimer, Veigel, Lagarde (1), Patrail (2), Gislason, Nielsen, Nilsson (2)

RK Nasice: Car, Radovanovic - Severec (1), Kevic (7/6), Jaganjac (5) - Mileta (1), Jelinic (1) - Tomic - Bakic (2), Mrdenovic, Barisic (2), Vida, Manci (1), Blazevic, Pesic (7), Pribetic

Spielfilm: 5:2 (10.), 8:6 (18.), 12:8 (25.), 14:12 (Hz.), 16:16 (37.), 18:19 (43.), 21:20 (47.), 24:21 (51.), 27:27 (Endstand) - Siebenmeter: 5/3 - 6/6 - Zeitstrafen: 2/3 - Rote Karte: Mrdenovic (38., dritte Zeitstrafe) - Beste Spieler: Palicka, Tollbring, Schmid - Kevic, Pesic - Schiedsrichter: Harabagiu/Stanescu (Rumänien).

x