1. FC KAISERSLAUTERN
Kommentar: Wenn, dann schnell – FCK-Trainerwechsel möglich
Was wurde am Ostersonntag gefeiert. Der 1. FC Kaiserslautern ließ sich auch durch eine Rote Karte für seinen Abwehrchef Kevin Kraus nicht umwerfen und gewann das Derby gegen Verfolger 1. FC Saarbrücken vor knapp 47.000 Zuschauern mit 3:1. Trainer Marco Antwerpen wurde von den Fans im übertragenen Sinne in den Himmel gehoben. Der FCK schien auf dem Weg zurück in die Zweite Liga nicht mehr zu bremsen.
Mannschaft wirkt mutlos und müde
Drei Wochen und drei schmerzhafte Niederlagen später wirkt dieselbe Mannschaft mutlos, ausgebrannt, geistig und körperlich müde. Einsatz und Wille haben vor allem beim 1:3 gegen Dortmund II und ganz arg in der ersten Hälfte beim 0:2 zum FCK-Punktrunden-Abschluss bei Viktoria Köln gefehlt.
Jeder rätselt, warum das so ist. Himmelhochjauchzend zu Ostern, zu Tode betrübt am Muttertag – die stets leidenschaftlichen FCK-Fans sind von einem Extrem schnell wieder ins andere gelangt. Der direkte Aufstieg ist nach einer bis auf den verschlafenen Anfang und das verkorkste Ende so erfolgreichen Punktrunde verspielt.
Bitter für Antwerpen
Es ist sehr bitter für Antwerpen, der mit seiner emotionalen Art sicher kein bequemer Trainer ist: Die FCK-Führung diskutiert über seine Zukunft. Er hat das – freilich auch teure – Team von unten fast nach ganz oben geführt. Der lukrative Aufstieg ist über zwei gute Relegationsspiele noch möglich. Dafür wird alles geprüft. Auch ein Trainerwechsel. Das Risiko spielt immer mit. Die Entscheidung – so oder so – muss sehr, sehr schnell fallen. Und aus tiefster Überzeugung.

