Limburgerhof RHEINPFALZ Plus Artikel Julian Völker erlebt spannendes erstes Jahr als Klubmanager in der Tennis-Bundesliga

Julian Völker bei Grün-Weiss Mannheim vor der Tafel mit den Partien des Bundesliga-Tages.
Julian Völker bei Grün-Weiss Mannheim vor der Tafel mit den Partien des Bundesliga-Tages.

Seit 1. Oktober des vergangenen Jahres ist Julian Völker aus Limburgerhof zusammen mit Lina Schöne Klubmanager des Tennis-Bundesligisten Grün-Weiss Mannheim. Warum das erste Jahr gleich ein ganz besonderes war.

Also über Aufregung konnte sich Julian Völker gerade in den vergangenen Wochen nicht beklagen. Von Mitte Juli bis Sonntag vor einer Woche lief die Tennis-Bundesliga-Saison – und Grün-Weiss Mannheim wurde tatsächlich zum dritten Mal in Folge deutscher Meister. Mitten drin: Julian Völker.

„In den letzten Wochen war ich fast nur für die Bundesliga im Einsatz. Ich war ja auch bei den Auswärtsspielen dabei und in Mannheim habe ich den Ticketverkauf organisiert“, erzählte er. „Es war extrem, aber auch schön, ich konnte hautnah bei den Spielern sein. Am ersten Spieltag mussten wir spät in die Halle, das war dann fast schon eine intime Atmosphäre“, berichtete er. „Ich bin ja auch Fan, von daher war das eine große Sache für mich, beispielsweise abends mit den Spielern zu essen.“

Es gab nichts, was es nicht gab. So brachte Julian Völker den Wagen des Spielers Gerald Melzer zur letzten Partie beim TC Großhesselohe nach München, weil der Österreicher einen Bus der Mannschaft fahren musste. Julian Völker war immer in der ersten Reihe. „Ich mache nebenbei gerne Fotos. Das ist eine Leidenschaft von mir seit Jahren. Es war der Hammer, dass ich mit auf Platz durfte, als die Entscheidung gefallen war“, betonte er.

Wie kam Julian Völker an den Job? Ein Freund hat ihn auf die Stelle hingewiesen, er hat ihm die Ausschreibung zugeschickt und gemeint, das wäre doch etwas für ihn. Julian Völker schaute sich die Anzeige an, bewarb sich und es funktionierte, er bekam den Job zusammen mit Lina Schöne.

Sprung ins kalte Wasser

Grün-Weiss, die Anlage, den Klub kannte er von früher durch viele Besuche der Bundesliga-Spiele. Die beiden wurden übernommen als Trainee, inzwischen arbeiten sie als Klubmanager in Vollzeit. Julian Völker hat Sportmanagement und Sportjournalismus in Mittweida studiert – das passte prima.

Eingewiesen und angeleitet wurden die Zwei dreieinhalb Monate lang von Hans Engert, dem früheren Klubmanager und erfolgreichen Tennisspieler sowie Manager von Steffi Graf. Engert konnte seine Nachfolger nicht komplett einarbeiten, denn er verstarb kurz vor Weihnachten. „Für uns war das ein Sprung ins kalte Wasser, der Vorstand und Teamchef Gerald Marzenell haben uns geholfen, aber es war unfassbar schade, dass Hans uns das nicht mehr zeigen kann“, sagte der 25-Jährige.

Das Anforderungsprofil ist sehr breit. Die zwei Klubmanager machen „effektiv alles“, so Julian Völker. Sie sind in der Mitgliederverwaltung tätig, in der Organisation von Events, sind Teil der Klub-Kommunikation, sind beim Sponsoring eingebunden, in der Buchhaltung und kümmern sich auch um die Platzbelegung.

Für Julian Völker ging es munter weiter. Am vergangenen Wochenende organisierte er ein Jugendturnier bei seinem Heimatklub TC Limburgerhof, denn dort ist er noch Jugendwart und dem Vorsitzenden Stefan Naumer eine wichtige Stütze. Und im September findet bei Grün-Weiss ein ITF-Turnier statt, da geht es um Weltranglistenpunkte.

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