Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen-Trainingslager in Österreich: Feinschliff in den Bergen

Auf dem Gipfel: Bei einer Bergtour ging es für die Eulen am Freitag auf den 1829 Meter hohen Hohe Salve.
Auf dem Gipfel: Bei einer Bergtour ging es für die Eulen am Freitag auf den 1829 Meter hohen Hohe Salve.

Die Bedingungen sind hervorragend, das Panorama ist traumhaft. Noch bis Sonntag sind die Eulen Ludwigshafen im Trainingslager in Österreich. Eine Sache sorgt bei Trainer Ceven Klatt aber für ein paar Sorgenfalten.

Zwischen Bergtour auf den 1829 Meter hohen Hohe Salve und Mittagessen genießt Ceven Klatt noch einmal kurz das traumhafte Bergpanorama. „Ich bin sehr dankbar, dass wir an einem solchen Ort ein Trainingslager machen können. Das sind perfekte Bedingungen“, sagt der Trainer des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen am Freitag im Telefonat mit der RHEINPFALZ. Für viele Spieler ist es ein noch aus dem vergangenen Jahr vertrautes Umfeld, auch da waren die Eulen in der Saisonvorbereitung im Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten im Brixental.

Kaum angekommen, ging es am Mittwochabend bereits in die Halle. Testspiel gegen den Erstligisten Handball Tirol, das die Ludwigshafener mit 31:28 gewonnen hatten. „Im Angriff sieht es schon gut aus. Wir kommen immer besser ins Tempospiel“, sagt Klatt. Beste Werfer waren die jungen Marc-Robin Eisel und Yessine Meddeb (je 7 Tore). „Sie hinterlassen einen guten Eindruck“, lobt der Trainer. Der 21-jährige Meddeb kommt derzeit auf Rechtsaußen zum Einsatz. „Sein Vorteil ist, dass er auf dieser Position, aber auch im Rückraum spielen kann“, sagt Klatt.

Test am Samstag gegen Fürstenfeldbruck

Am Samstag (15.30 Uhr) bestreiten die Eulen im Trainingslager gegen Zweitliga-Absteiger TuS Fürstenfeldbruck ein weiteres Testspiel. Wie schon gegen Handball Tirol wird der Trainer auch hier auf so manchen Spieler verzichten müssen. Ein Problem, das sich bislang durch die Vorbereitung zieht. „Als Trainer hätte ich natürlich gerne den kompletten Kader bei den Testspielen zur Verfügung“, sagt der 38-Jährige. Doch wolle er mit Blick auf die am 11. September (19 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg startende Zweitliga-Saison kein Risiko eingehen.

Beim Spiel am Mittwoch hatte sich Max Neuhaus, der nach einer Bänderverletzung gerade erst wieder voll im Training war, eine Zehenverletzung zugezogen. Es ist wohl eine Kapsel betroffen, wie Klatt berichtet. Im Idealfall könne der Rückraumspieler kommende Woche wieder richtig einsteigen. Auf dem Weg der Besserung ist Gunnar Dietrich nach seiner Achillessehnenreizung. Auch hier will der Trainer kein Risiko eingehen, baut auf die Erfahrung des 35-Jährigen, der auch in der kommenden Saison die Eulen als Kapitän aufs Feld führen wird. Sein Stellvertreter ist Kreisläufer Maximilian Haider (25). Darauf hat sich Klatt festgelegt und dies am Freitagabend dem Team mitgeteilt.

Wagner noch nicht bei hundert Prozent

Bei dem zuletzt angeschlagenen Torjäger Hendrik Wagner sieht es wieder besser aus. „Er macht viele Sachen mit, ist aber noch nicht bei hundert Prozent“, sagt Klatt. Hier ist ebenfalls Geduld gefragt, auch wenn es wichtig sei, ihn in den einen oder anderen neuen Ablauf zu integrieren. Auch Pascal Bührer, Alexander Falk und Pascal Durak konnten gegen Handball Tirol nicht mitwirken.

Überhaupt will der Übungsleiter das Trainingslager nutzen, um weiter an der Taktik zu arbeiten. Da steht eine Einheit mal ganz im Zeichen des Angriffs, bei der anderen steht die Abwehr im Mittelpunkt. Der Tag geht morgens um 7.30 Uhr meist mit einer Schwimmeinheit los. „Auch wenn schon einiges gut aussieht, so gibt es noch den einen oder anderen Bereich, wo wir uns verbessern müssen“, betont Klatt, der viel Lob für das Trainerteam der Eulen parat hat.

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