Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen-Remis gegen Konstanz: Unerklärliches nach der Pause

Lion Zacharias war mit Abstand der bester Akteur der Eulen Ludwigshafen gegen Konstanz.
Lion Zacharias war mit Abstand der bester Akteur der Eulen Ludwigshafen gegen Konstanz.

Gegen die HSG Konstanz gab für die Eulen Ludwighafen in der Zweiten Handball-Bundesliga nur ein glückliches Remis. Dabei gab vor allem die zweite Halbzeit Rätsel auf.

Eine neue Siegesserie starten und vor der WM-Pause noch zweimal die „Humba“ in der heimischen Eberthalle zelebrieren: So lautete der „Weihnachtsplan“ der Eulen Ludwigshafen vor den letzten beiden Zweitliga-Spielen in diesem Jahr. Und zumindest der erste Teil des Planes ging am Mittwochabend gegen die HSG Konstanz nicht ganz auf: Am Ende gab es gegen den Tabellen-17. ein 30:30 (15:10). „Wir können heute froh sein, dass wir überhaupt einen Punkt geholt haben“, machte Rechtsaußen Alexander Falk, der sechs Treffer erzielte, seinem Unmut Luft. „Das war ein glücklicher Punkt.“

Dabei waren die Vorzeichen eigentlich günstig: Begen Konstanz konnte Linksaußen Lion Zacharias wieder mitwirken, der den Eulen bei der Niederlage in Nordhorn-Lingen am vergangenen Sonntag noch gefehlt hatte, weil er bei seinem Stammverein Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga aushelfen musste. Der 19-Jährige war dann auch bester Schütze der Eulen am Mittwochabend (8/5). Rückraum-Allrounder Sebastian Trost fehlte hingegen erneut. Dazu musste Linksaußen Tim Schaller erkrankt passen.

Fünf Tore Vorsprung zur Pause

Die Eulen brauchten etwas, um vor den 2094 Zuschauern auf Betriebstemperatur zu kommen. „Wir können ohne jeden Druck befreit aufspielen und unsere Chance suchen“, hatte Jörg Lützelberger, der Trainer der HSG Konstanz, seinem Team für die Partie in der Eberthalle mit auf den Weg gegeben. Das ging auch anfangs gut auf, mehr als drei Tore Vorsprung konnten die Eulen sich nicht erarbeiten. Dann allerdings setzte sich die Abt-Sieben doch ein wenig ab. Nach einem Doppelschlag von Zacharias und einem Tor von Max Haider betrug der Vorsprung beim 11:6 erstmals fünf Tore (18.). Dieser Vorsprung hielt bis zum 15:10-Pausenstand. Die Eulen schienen auf Kurs zu sein.

Was dann passierte, konnte keiner in der Halle so richtig fassen: Zu Beginn der zweiten Halbzeit verloren die Eulen völlig den Faden, vergaben Wurf um Wurf. Plötzlich waren die Gäste beim 17:17 (37.) wieder gleichauf. Vor allem gegen die Distanzwürfe von Lars Michelberger, der am Ende zwölf Tore erzielte, fanden die Eulen kein Mittel. Und so lagen sie zwei Minuten vor dem Ende mit zwei Toren hinten. Sogar ein Remis schien fast außer Reichweite zu sein. Doch da Zacharias und Falk Sekunden vor dem Ende trafen, sprang wenigstens noch ein Punkt heraus. „So, wie wir in die zweite Halbzeit reingegangen sind, das darf uns nie passieren“, sagte Falk. „Wir haben viel zu viele einfache Fehler gemacht, und die Abwehr hat keinen Zugriff mehr.“

Teil eins des „Weihnachtsplans“ der Eulen ist also schon einmal nicht gelungen. Teil zwei folgt im Weihnachtsspiel am 26. Dezember, wenn es in der Eberthalle um 16 Uhr gegen die Wölfe Würzburg, das Schlusslicht der Liga, geht. Hoffentlich erfolgreicher als gegen Konstanz.

So spielten sie

Eulen Ludwigshafen: Urbic, Asanin ab 43. - Klein (3), Remmlinger (3), Eisel (1), Durak (1), Zacharias (8/5) - Haider (4) - Neuhaus (1), Meyer-Siebert (2), Gorpishin, Falk (6), Bührer (1), Mansfeldt Hansen

HSG Konstanz: Grabenstein - Beckmann (2), Knezevic (1), Mauch (4), - Köder (4/1), Wendel (1) - Stotz (2) - Foege, Ingenpaß (2), Hutecek, Erifopoulos (1), Michelberger (12), Czako (1)

Spielfilm: 4:2 (8.), 8:5 (13.), 12:7 (23.), 14:8 (28.), 15:10 (Halbzeit), 17:16 (35.), 21:21 (44.), 24:21 (47.), 26:26 (53.), 28:30 (58.), 30:30 (Ende) - Zeitstrafen: 1:4 - Siebenmeter: 6/5 - 1/1 - Beste Spieler: Zacharias, Haider, Falk - Grabenstein, Mauch, Michelberger - Zuschauer: 2094 - Schiedsrichter: Cesnik/Konrad (Gummersbach).

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