Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Turbulentes Jahr endet versöhnlich

Die Eulen Ludwigshafen feiern den Heimsieg.
Die Eulen Ludwigshafen feiern den Heimsieg.

Die Eulen Ludwigshafen beenden 2021 mit einem Erfolg. 34:26 (16:12) gewinnt der Zweitligist gegen den TV Emsdetten. Getrübt wird der Erfolg, weil der Jahresausklang ohne Fans stattfindet. Am 6. Februar geht die Saison weiter – und zwar mit einer Absurdität.

Das Endergebnis gegen den TV Emsdetten spielte eine untergeordnete Rolle für Ceven Klatt. Das Resultat änderte nämlich nichts an der Vorrundenanalyse des Trainers der Eulen Ludwigshafen. „Ich hätte gerne eine kleinere Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten gehabt. Wir sind unserem Ziel, eine Heimmacht zu sein, ziemlich nahe gekommen. Wir hatten zu Hause viele gute Auftritte“, sagte der Coach. In der Friedrich-Ebert-Halle gab die Mannschaft bislang nur vier Punkte ab. 14:4 lautet die Bilanz. Auswärts hingegen holte der Bundesliga-Absteiger nur fünf Zähler.

Gegen den TV Emsdetten am Sonntag dauerte es jedoch ein wenig, bis das Zahlenwerk in eigener Halle ausgebaut wurde. Denn die Eulen fanden holprig ins Spiel. „Die ersten zehn Minuten haben wir uns schwergetan“, sagte der stark Regie führende Eulen-Spielmacher Jan Remmlinger. Erst nach neun Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz des TV Emsdetten. Allerdings klatschte zuvor das Spielgerät zweimal ans Aluminium. Doch das 1:2 durch Jannik Hofmann war nun auch nicht gerade eine Initialzündung. Erst ab der 20. Minute flutschte es bei Ludwigshafen. Das Team baute nun die Führung aus. Mit einem 16:12 ging es schließlich in die Halbzeit.

Der Wunsch des Trainers

Der Vorsprung schwankte dann im zweiten Spielabschnitt, doch die Führung gaben die Eulen nicht mehr her. „Das war eine souveräne Vorstellung. Ich freue mich, dass die Jungs mit einem guten Gefühl in die Pause gehen“, sagte Klatt. Am 10. Januar beginnt wieder das Training. Am 6. Februar steht dann das erste Spiel im neuen Jahr an. Die Eulen erwarten zum Rückrundenauftakt Bayer Dormagen. Allerdings hat bislang das Hinrundenspiel noch nicht stattgefunden… Das fiel wegen Corona-Fällen im Dormagener Team aus.

Mit einem Sieg im Nachholspiel in Dormagen – nicht nur dort – können die Eulen einem Wunsch ihres Trainers für das neue Jahr nachkommen. „Ich würde mir wünschen, dass wir auch auswärts dieses Gesicht zeigen wie zu Hause. Ob wir das erreichen, weiß ich nicht, aber zumindest häufiger hinbekommen wäre schon gut. Denn zu Hause entwickeln wir immer wieder Emotionen und Leidenschaft. Das müssen wir eben auch auswärts schaffen. Das fällt uns in der Fremde noch schwer. Wenn uns das gelingt, dann punkten wir öfters“, ist sich Ceven Klatt sicher.

Umstellung fiel schwer

19 Punkte holten die Eulen in der Vorrunde. Mit etwas mehr Zielstrebigkeit, Disziplin und Konsequenz in der Umsetzung des Matchplans hätten es durchaus 24 Zähler sein können. Doch zu Saisonbeginn lief nicht alles ganz rund. Der Abstieg nach vier Jahren in der Bundesliga schmerzte noch, dann kam nach sechs Jahren Ben Matschke ein neuer Trainer. Es dauerte, bis alles passte. „Manche Spieler kannten nur Ben Matschke“, sagte Vizekapitän Maximilian Haider: „2021 war ein Jahr des Kopfes. Wir hatten sehr viel zu lernen.“

So spielten sie

Eulen Ludwigshafen: Urbic (21.-38. Asanin, 48. für einen Siebenmeter, ab 57.) - Salger (6), Remmlinger (3), Wagner (8/2) - Falk (5), Hofmann (1) - Klimek (2) - Dietrich, Haider (5), Meddeb (1), Neuhaus (2), Keskic (1), Eisel

TV Emsdetten: Paske (ab 46. Krechel) - Nowatzki (2), Schliedermann (1), Jansen - Terhaer (8/3), Holzner (5) - Stüber (3) - Schwabe (1), Dimitrievski (3), Kolk, Runarsson (1), Mihaljevic (1), Goldbeck (1)

Spielfilm: 0:2 (3.), 4:3 (14.), 7:7 (18.), 13:9 (24.), 16:12 (Hz.), 19:15 (36.), 24:19 (43.), 28:23 (51.), 34:26 (Ende) - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 3/2 - 3/3 - Beste Spieler: Haider, Salger, Remmlinger, Wagner, Falk - Terhaer, Stüber - Schiedsrichter: Lier/Lier (St.Gallen/Korntal-Münchingen).

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