Handball
Eulen Ludwigshafen: Premiere gegen den Absteiger
„Die harte Vorbereitung in den letzten Wochen macht sich langsam bezahlt“, sagte ein glücklicher Eulen-Torhüter Matej Asanin direkt nach dem ersten Heimsieg der Spielzeit mit 32:29 (15:15). Der Kroate hatte gegen den TuS N-Lübbecke ganz großen Anteil am Erfolg, kam insgesamt auf 13 Paraden und war der Mannschaft von Trainer Michel Abt übers ganze Spiel ein sicherer Rückhalt. „Die gute Arbeit in der Abwehr war der Schlüssel für unser gutes Angriffsspiel“, fand Asanin.
Die Eulen kamen – auch ohne den erkrankten Kreisläufer und Kapitän Max Haider – gegen den Erstliga-Absteiger gut ins Spiel. Auch, weil Asanin im Kasten der Eulen in den ersten 20 Minuten das Torhüterduell gegen seinen norwegischen Kontrahenten Havard Asheim klar gewann. Besonders gegen Linksaußen Tom Skroblien und vom Kreis parierte der große Kroate einige Male klasse, hatte schon bis zum Halbzeitpfiff sieben Paraden auf dem Konto.
Gutes Tempospiel
Und vorne klappte das Tempospiel der Ludwigshafener besser als das der Ostwestfalen. Hier war vor allem Rechtsaußen Alexander Falk erfolgreich. Dass die Abt-Truppe nach 10:6- und 14:11-Führung (22.) dann am Ende doch nicht mit einer komfortablen Führung in die Kabine ging, lag an einigen Unkonzentriertheiten in der Schlussphase der ersten Hälfte. Da verlor Kasper Manfeldt Hansen einen schon gewonnenen Ball am eigenen Kreis an den starken Luka Mrakovcic. Zuvor war Falk am eingewechselten 40-jährigen TuS-Torwart Nikolas Katsigiannis gescheitert, Jannek Klein traf nur die Latte, eine eigene Überzahl wurde schwach ausgespielt – es stand in der sehr fairen Partie zur Pause plötzlich 15:15.
Nach der Pause abgesetzt
Nach der Pause legten die Eulen, die viel durchwechselten, gleich wieder gut los. Und Tim Schaller verwandelte – bis auf den fünften Versuch – die vorherigen Strafwürfe sicher, obwohl er immer nur von der Bank kam. Die Eulen waren nur noch beim 18:19 (37.) durch den guten Jo Gerrit Genz einmal in Rückstand. Ansonsten fruchteten die Maßnahmen der Gästemannschaft von Trainer Michael Haaß nicht – hinten etwas weiter vorne verteidigen und vorne langsam spielen. Auch der Einsatz des siebten Feldspielers kam unter den Augen von Sebastian Hinze, Coach der Rhein-Neckar Löwen, am Ende zu spät. Marc-Robin Eisel, Lion Zacharias, Julius Meyer-Siebert und der ganz starke Alexander Falk (sieben Tore) machten den Sack zu und brachten den Sieg nach Hause. Die Eulen haben nun 5:5 Punkte auf dem Konto, weil sie den Aufwärtstrend der vorherigen Partien gegen den Bundesliga-Absteiger fortsetzten.
So spielten sie
Eulen Ludwigshafen: Asanin - Salger, Bührer (3), Eisel (5) - Falk (7), Zacharias (5) - Gorpishin (1) - Trost, Schaller (4/4), Klein (5), Manfeldt Hansen, Meyer-Siebert (2), Durak, Neuhaus
TuS Nettelstedt-Lübbecke: Asheim, Katsigiannis (20. - 60.) - Genz (8), Mrakovcic (7), Nissen (1) - Strosack (3), Skroblien (4/2) - Dräger - Petreikis (4), Petrovsky, Baumgärtner, ten Velde, Ebner (2)
Spielfilm: 3:3 (8.), 6:3 (10.), 10:6 (16.), 15:15 (Halbzeit), 18:19 (37.), 24:21 (45.), 27:23 (50.), 28:25 (53.), 32:29(Ende) - Zeitstrafen: 1:2 - Siebenmeter: 5/4 - 2/2 - Beste Spieler: Falk, Asanin, Eisel - Mrakovcic, Genz - Zuschauer: 1594 - Schiedsrichterinnen: Kuttler/Merz (Ostrach/Oberteuringen).