Handball
Eulen Ludwigshafen: Nach einem exzellenten Start geht nicht mehr viel
Eine knappe Viertelstunde war gespielt, in der Hanse-Halle war es sehr, sehr ruhig. Die Eulen erwischten einen Traumstart, es gelang fast alles. Und im Tor war Mats Grupe zunächst nicht zu bezwingen, er hielt nach Durchbrüchen drei Bälle. Das schlug sich im Resultat wieder. Die Gäste führten 6:1, 7:2, 8:3.
Doch die Überlegenheit der Eulen verschwand, die Selbstsicherheit bröckelte. In der Abwehr hatte das Team nun Schwierigkeiten, die Spieler dingfest zu machen. Und im Angriff vergab Finn Leun hintereinander drei Möglichkeiten aus guter Position.
In der zweiten Viertelstunde der ersten Halbzeit gelangen der Ludwigshafener Mannschaft nur noch vier Tore, Tim Schaller scheiterte mit einem Siebenmeter. Auch auf Mats Grupe hatten sich die Spieler des VfL nun besser eingestellt. Trainer Michael Haaß monierte früh das mangelhafte Rückzugsverhalten.
Mats Grupe ärgert sich brutal
„Letzte Woche waren wir schon weiter. Es ärgert mich brutal, dass wir so ein Spiel abliefern“, sagte Mats Grupe. „Es hat viel gefehlt. Ich kann nicht verstehen, dass wir nicht mehr zurücklaufen, es vorne eng und kompliziert machen, uns schlechte Würfe nehmen. Wir machen viele einfache Fehler, Lübeck hat uns überrannt.“
Die Partie war kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit entschieden. Nach dem 13:16 erhöhten die souveränen Gastgeber auf 18:13. Die Eulen waren nicht mehr in der Lage, gegenzusteuern. Zumal Rechtsaußen Alexander Falk früh im zweiten Durchgang zweimal an Paul Dreyer scheiterte, dem Eulen-Schreck zwischen den Pfosten des VfL Lübeck-Schwartau. Paul Dreyer lief den guten Eulen-Torhütern Mats Grupe und Ziga Urbic den Rang ab. Dreyer kam auf 15 Paraden. Die Chancenverwertung der Gäste, das große Manko.
Jetzt gilt’s
Michael Haaß brachte Mitte der zweiten Halbzeit den jungen Lennart de Hooge, um Friedrich Schmitt eine Pause zu gönnen. Die Partie trudelte aus, aus fünf Toren Vorsprung der Eulen wurde zeitweise ein Neun-Tore-Rückstand. Die Partie am Samstag zu Hause gegen TuS N-Lübbecke hat nun eine herausragende Bedeutung. Ein Sieg ist fast schon Pflicht, dann kommen drei Auswärtsspiele ...