Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Mit Vertrauen in den Marathon

Eine wichtige Stütze ist zurück: Eulen-Kreisläufer Christian Klimek.
Eine wichtige Stütze ist zurück: Eulen-Kreisläufer Christian Klimek.

Die Pause ist vorbei, für Bundesligist Eulen Ludwigshafen startet am Sonntag in Göppingen der lange Lauf auf dem Weg zum großen Ziel Klassenerhalt. Trainer Ben Matschke ist sehr zufrieden damit, wie seine Mannschaften in der WM-Pause gearbeitet hat. Personell gibt es gute Nachrichten.

Die Vorgabe des Trainers, der in seine letzte Halbserie bei den Eulen Ludwigshafen geht, ist klar: „In der Hinrunde waren wir gegen die Mannschaften aus dem letzten Drittel da, haben gepunktet. Aber gegen die Mittelfeldmannschaften waren wir zu weit weg. Da wollen wir näher drankommen.“ Genau das soll seine Mannschaft am Sonntag (16 Uhr) auch im ersten Spiel nach der WM-Pause bei Frisch Auf Göppingen in der EWS-Arena zeigen. Gleiches gelte dann auch für die nächste Partie am Donnerstagabend (19 Uhr) beim TVB Stuttgart. „Die Mannschaft soll mit dem Vertrauen in die Spiele gehen, dass sie in der Pause gut gearbeitet hat“, betont der 38-Jährige.

Froh ist er, dass sich die personelle Lage deutlich entspannt hat. Leistungsträger wie Alexander Falk und Christian Klimek sind zurück. „Alle sind fit, alle sind gesund“, sagt der Trainer. So fühlt sich Kreisläufer Klimek nach seinen Bandscheibenproblemen und einer Leistenoperation wieder wohl. Er ist ein wichtiger Baustein der Mannschaft, in der Abwehr wie im Angriff. Der 31-Jährige soll und er will vorangehen.

Am Kreisläuferspiel und der Abwehr gearbeitet

„Wir haben am Kreisläuferspiel gearbeitet, wollen das wieder mehr in den Vordergrund stellen, wollen wieder mehr Tore vom Kreis aus erzielen. In den letzten vier Spielen vor der Pause hatten wir da nur einen Treffer. Hier müssen wir besser werden“, betont der Trainer, den es im Sommer zum Ligakonkurrenten HSG Wetzlar zieht. Seinem Nachfolger Ceven Klatt möchte er einen Bundesligisten übergeben. „Das wird eine spannende Rückrunde. Wenn alles so stattfindet wie geplant, werden wir 23 Spiele haben.“

Gearbeitet haben die Eulen in den vergangenen Wochen im Training auch an den beiden Deckungssystemen, der 5:1- und der 6:0-Abwehr. „Da haben wir ein bisschen was durchprobiert“, berichtet der 38-Jährige. So durfte sich in den Übungseinheiten der eine oder andere Spieler auch mal auf einer neuen Position versuchen. Trainer und Spieler wollen ein gutes Gefühl haben, wenn von der Bank mal jemand ins Spiel kommt und der Mannschaft weiterhelfen soll.

„Wahnsinnig schnelles Tempospiel“

In Göppingen sieht Matschke die Favoritenrolle klar verteilt. Frisch Auf ist Neunter, hat 15:13 Punkte. Die Eulen sind Drittletzter mit 6:24 Zählern. „Sie haben ein wahnsinnig schnelles Tempospiel“, sagt der Trainer, der auch Respekt vor der Abwehr um deren Chef Jacob Bagersted hat. Und bei der Weltmeisterschaft machte zudem Linksaußen Marcel Schiller auf sich aufmerksam.

Bitter für Frisch Auf, dass der isländische Nationalspieler Janus Smarason und Marco Rentschler fehlen. Spielmacher Smarason musste an der Schulter operiert werden, Rechtsaußen Rentschler war am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt.

Wieder eine Überraschung?

„Ich rechne mit einem umkämpften Spiel, und wir haben etwas wiedergutzumachen aus der letzten Saison, als wir verloren hatten. Wir werden physisch gefordert sein, da wird unsere Mentalität gefragt sein“, sagt Frisch-Auf-Trainer Hartmut Mayerhoffer in einem Interview auf der Homepage des Klubs. Ende Dezember 2019 gelang den Eulen in der heimischen Friedrich-Ebert-Halle ein 24:23-Erfolg gegen Göppingen. Ben Matschke und sein Team hätten nichts gegen eine erneute Überraschung.

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