Handball
Eulen Ludwigshafen machen viel zu viele Fehler
Da war doch mal was. Genau vor einem Jahr an gleicher Stätte haben die Eulen Ludwigshafen Geschichte geschrieben. Mit einem Sieg gegen den vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehenden Konkurrenten TV Hüttenberg haben sie den drohenden Absturz in die Drittklassigkeit vermieden.
Diesmal mussten sie sich nach 60 Minuten mit 31:33 (13:14) geschlagen geben. Mit den beiden Niederlagen zum Saisonfinale beenden die Eulen die Saison auf dem 13. Platz. Dafür blieb ihnen und ihren Fans beim „Spiel der blinkenden Herzen“ das Zittern am letzten Spiel erspart. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir es diesmal vorzeitig geschafft haben, es war keine einfache Saison mit vielen Widrigkeiten“, zeigte sich Cheftrainer Micha Haaß gestern Abend nach dem Abpfiff erleichtert und genoss die Abschiedszeremonie an der Bande im Kreis seiner Kinder.
Michael Haaß gelassen
Die Eulen verabschiedeten nach der Partie, Leon Hein, Mats Grupe, Ziga Urbic, Tim Schaller und Kapitän Frederic Stüber. Dass es diesmal nicht zum Sieg gegen den TV Hüttenberg reichte, nahm der Ex-Weltmeister gelassen. „Wir haben uns im Sieben gegen Sechs sehr schwergetan, dazu hatten wir heute auch zu viele technische Fehler“, analysierte Haaß. „Wir müssen einfach weiter lernen, ich sehe uns auf einem guten Weg“, meinte Haaß und lobte die tolle Atmosphäre mit 1970 Zuschauern in der Halle.
Während die Gastgeber um Geburtstagskind Marc Robin Eisel in der ersten Halbzeit nach Rückständen immer wieder zurückkamen und dann auch in Führung gehen konnten, blieb dies im zweiten Abschnitt aus. Die Gründe dafür waren schnell gefunden. Neben den zahlreichen technischen Fehler haperte es im Angriffsspiel und in der Defensive fehlte auch der letzte Biss. Besonders gegen Moritz Zörb, dem Kreisläufer der Mittelhessen „war kein Kraut gewachsen“.
Immer wieder frei
Das 31 Jahre alte Urgestein der Gäste stand immer wieder frei und traf viel zu oft ohne Gegenwehr. So zogen die Gäste kontinuierlich bis zur 54. Minute auf 30:25 davon. Dann brachte Haaß wieder Tim Schaller für seinen Freund Kian Schwarzer. Da ging einen Ruck durch die Mannschaft. So traf der Saarländer nach einem Kempa, eingeleitet von Eisel, zum 30:26 (55.) und verkürzte mit einem Doppelschlag 72 Sekunden vor dem Abpfiff auf 32:30. Dann ließ der scheidende Kapitän Frederic Stüber mit seinem letzten Treffer auf den Ausgleich hoffen. Dieser blieb aus.
Dabei kamen die Eulen von Beginn an gut ins Spiel, führten nach fünf Minuten nach zwei Treffern von Tim Schaller mit 3:1 und nach einer sensationellen Körpertäuschung traf Tilo Müller noch zum 4:2, aber mit zunehmender Spieldauer fand Hüttenberg besser in die Partie. Die Folge: Paul Ohl glich zum 5:5 (9.) aus und die Mittelhessen gingen nach einem weiteren Treffer von Moritz Zörb, der sein letztes Spiel seiner Karriere bestritt, erstmals in Führung.
Auf Torhüter Mats Grupe war Verlass. Hüttenberg ging immer wieder in Führung. Die Eulen kamen zurück, führten mit 11:9 (23.), ehe dann Hüttenberg bis zum Pausenpfiff das Kommando übernahm.
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