Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Flügelspieler außer Rand und Band

Tim Schaller warf neun Tore gegen TuS N-Lübbecke.
Tim Schaller warf neun Tore gegen TuS N-Lübbecke.

Nach fünf Niederlagen in Serie haben die Eulen Ludwigshafen die Wende geschafft. Am Freitag imponierte die Mannschaft in der Merkur-Arena.

Sie gewann bei TuS-Lübbecke mit 30:22 (15:10). Gegenüber der Klatsche zu Hause am Legendentag gegen den VfL Lübeck-Schwartau zeigte sie ein völlig anderes Gesicht. „Es war ein wahnsinniger Sieg der Mentalität heute“, frohlockte Trainer Michael Haas und dachte da sicher auch an die Verletztenliste. Denn nach Nicolas Waldvogel, Mats Grupe, Mihailo Ilic und Freddy Stüber fielen ja auch noch Finn Leun und Vincent Bülow (grippaler Infekt) aus.

Ein Dauerthema der vergangenen Monate: Das lahmende Flügelspiel, Außen, die nicht eingesetzt werden. Das war am Freitag ganz anders. Linksaußen Tim Schaller warf neun Tore, Rechtsaußen Theo Straub kam auf acht Treffer. „Das war auf jeden Fall ein Thema in der Vorbereitung. Wir haben in der Vorbereitung gesehen, dass die Außen viele Chancen kriegen können. Dann war die Ansage, auch mal kleine Winkel zu nehmen“, sagte Tim Schaller.

Partie dominiert

Die Eulen dominierten die Partie vom Anpfiff weg, führten schnell mit fünf Toren und hatten nur eine kritische Phase zu überstehen, als die Gastgeber, immerhin die Mannschaft des Monats April, bis auf zwei Tore herankamen. Doch auf den überragenden Torhüter Ziga Urbic war auch in der Phase Verlass, er zeigte 13 Paraden, war ein starker Rückhalt. „Wir ziehen uns auch da wieder raus. Wir stecken die Rote Karte für Lars Röller weg, ziehen unseren Plan 60 Minuten lang durch“, betonte Theo Straub.

Sechs Spieltage vor Schluss tut der Sieg den Eulen unheimlich gut, Entwarnung im Abstiegskampf bedeutet das aber noch längst nicht. Die Eulen liegen mit 20:36 Punkten auf Platz 14. Dahinter folgen TuS Ferndorf (18:36 Punkte), TuSEM Essen (16:40 Punkte) und die HSG Krefeld Niederrhein (15:41 Punkte) auf Abstiegsplatz 17. Fünf Punkte sind kein komfortables Polster, Krefeld lieferte dem Spitzenreiter SG BBM Bietigheim einen großen Kampf. Am Freitag (19 Uhr) erwarten die Eulen den HSC 2000 Coburg in der Friedrich-Ebert-Halle.

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