Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Erhobenen Hauptes in das Unterhaus

Werden beide die Eulen Ludwigshafen verlassen: die Torhüter Martin Tomovski (links) und Gorazd Škof.
Werden beide die Eulen Ludwigshafen verlassen: die Torhüter Martin Tomovski (links) und Gorazd Škof.

Die Eulen Ludwigshafen haben sich in dieser Saison immer wieder auf beeindruckende Weise herangekämpft. Doch es reicht diesmal nicht. Nun braucht es Geduld.

25 Punkte haben die Eulen in dieser Saison geholt, 27 sind am Ende möglich. Dennoch müssen sie nach vier Jahren in der Handball-Bundesliga den so bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Das nach einer knüppelharten Spielzeit mit 38 Partien, das mit großer Leidenschaft. Nach den Heimniederlagen gegen Essen oder Nordhorn-Lingen haben viele die Ludwigshafener abgeschrieben.

Doch das Team von Ben Matschke hat sich immer wieder auf beeindruckende Weise zurückgekämpft. Wer die Mannschaft am 19. November bei der 11:29-Demontage in Wetzlar – dem künftigen Team von Matschke – sah, der konnte sich nicht vorstellen, dass die Eulen im vorletzten Spiel noch eine Chance auf den Ligaverbleib haben werden. Matschke änderte das System, das Team wuchs zusammen und nahm eine eindrucksvolle Entwicklung. Bitter, dass diese nicht gekrönt wurde.

Eulen müssen sich erst finden

Mit Dominik Mappes, Jonathan Scholz, Martin Tomovski und Gorazd Škof werden am Sonntag nach der letzten Saisonpartie gegen Göppingen vier Spieler verabschiedet. Gut möglich, dass in der Pause weitere den Klub verlassen werden. Hendrik Wagner etwa wird nach dieser famosen Spielzeit von zahlreichen Erstliga-Klubs umworben. Der 23-Jährige mit dem Wahnsinnswurf hat jedoch einen Vertrag, der für die Zweite Liga gilt.

Die Eulen werden sich mit ihrem neuen Trainer Ceven Klatt erst finden müssen. Die Erwartungen sollten nicht zu hoch geschraubt werden. Auch wenn der Bundesliga dieser so sympathische, bodenständige Pfälzer Klub fehlen wird.

Der bewegende Abschiedssonntag der Eulen.

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