Handball
Eulen Ludwigshafen: Dietrichs Kampfansage
Die deftige Niederlage am Samstag in Ferndorf nagte an ihm. Das gibt Gunnar Dietrich, Kapitän des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen, unumwunden zu. „Ehrlich, ich hab’ sehr wenig geschlafen danach, hatte sicher wie etliche meiner Teamkollegen viele Gedanken im Kopf“, erzählt der 36-Jährige am Dienstag in seiner Mittagspause. Und am Mittwochabend (19 Uhr, Eberthalle) kommt schon wieder der ThSV Eisenbach in die Pfalz – so was wie die Mannschaft der Stunde.
Denn bei den sechstplatzierten Thüringern läuft es spätestens seit dem Trainerwechsel im Oktober von Markus Murfuni zum Schweizer Misha Kaufmann prima. Die Eisenacher gewannen neun ihrer letzten elf Spiele, die Eulen verloren dagegen fünf ihrer letzten sechs. „Ich sehe die individuelle Entwicklung der Spieler und auch die der Mannschaft im Training“, lobt Dietrich den neuen Coach Michael Biegler indirekt. „Aber im Training haben wir keinen Druck, die jüngeren Spieler haben im Spiel noch nicht so viel Erfahrung. Was uns derzeit fehlt, ist mal ein positives Ergebnis“, sagt „Günnes“ weiter, der im Sommer zum Drittligisten TuS Dansenberg wechselt und dann seinen Job als Controller bei TWL von derzeit 25 Stunden auf eine Vollzeitstelle aufstockt. „Da freue ich mich drauf. Auch auf neue Projekte, in die ich mich gerade schon einarbeite.“
Dietrich: „Sind in Negativspirale“
Eulen-Coach Biegler richtete zuletzt den Blick vorsorglich auch mal Richtung Tabellenende. Gunnar Dietrich ist diesbezüglich sicher: „Wir können Abstiegskampf. Klar ist: Wir sind in einer Negativspirale und nicht zufrieden. Da müssen wir uns jetzt als Mannschaft gemeinsam herauskämpfen.“
Dazu will der Papa der zweijährigen Zwillingstöchter auch das Positive hervorheben. „Für ein Teamevent haben wir bei der derzeitigen Taktung der Spiele ja keine Zeit. Aber wir reden ganz viel miteinander, wie wir uns auf dem Spielfeld verhalten wollen.“ Vor dem Spiel gegen Eisenach will der Kapitän vorneweg gehen und die Mannschaft darauf festnageln, dass sie die Zuschauer mitnehmen muss. „Wir müssen eine Einheit mit den Fans in unserer Eberthölle sein“, fordert Dietrich, der zuletzt auch wieder mehr im Angriff spielte. „Ich habe immer Spaß am Handball, da ist mir die Aufgabe egal“, betont er. Auch wenn er am Tag darauf das ein oder andere Wehwehchen mehr mit sich herumschleppt.
Sorgen um Maximilian Haider
Personell sieht’s weiter nicht gut aus bei den Eulen: Ob Hendrik Wagner spielen kann, entscheidet sich erst nach dem Warmmachen. Und Maximilian Haider plagt sich mit einer schweren Rückenverletzung herum, war schon bei einem Spezialisten. Es ist zu befürchten, dass er diese Runde nicht mehr spielen kann