Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen überzeugen trotz 27:30-Niederlage beim THW Kiel

Pascal Bührer (rotes Trikot) zeigte in Kiel eine couragierte Leistung.  Foto: Lühn
Pascal Bührer (rotes Trikot) zeigte in Kiel eine couragierte Leistung.

Knapp 45 Minuten schnupperten die Eulen Ludwigshafen Dienstagabend beim THW Kiel an einer kleinen Sensation. Am Ende setzte sich der Favorit in der Handball-Bundesliga aber doch noch mit 30:27 (15:14) durch.

Die 60 Minuten in der Ostseehalle brachten für die Mannschaft von Ben Matschke keine Punkte in der Tabelle – und das war auch nicht zu erwarten gewesen. Dennoch kann die Partie beim Titelanwärter wertvoll für die Eulen sein, denn die zeigten eine unerwartet stabile und gute Leistung. Bislang hatten die Ludwigshafener beim THW hohe und schmerzhafte Klatschen kassiert, diesmal brachte der Außenseiter aus Ludwigshafen den Favoriten mächtig ins Wanken.

„Es ist ein tolles Gefühl, hier spielen zu dürfen“, sagte Hendrik Wagner nach seinem ersten Auftritt im deutschen Handballtempel. Der Rückraumspieler der Eulen gehörte mit fünf Toren zu den Aktivposten und freute sich trotz der Niederlage am Ende über den Auftritt der eigenen Mannschaft: „Unser Kampfgeist war wieder unheimlich hoch.“

Zwischenzeitlich wird es ruhig

Das muss so bleiben, denn für die Eulen steht morgen Abend schon die nächste Partie an, wenn die Schützlinge von Ben Matschke auf den SC DHfK Leipzig treffen. Gegen die Sachsen ist die Aussicht realer, erstmals in dieser Spielzeit zu punkten. Die Kieler müssen am kommenden Samstag beim SC Magdeburg antreten – für das Team von Filip Jicha bedeutet die Begegnung einen richtigen Härtetest im Kampf um die Meisterschaft.

Zwischenzeitlich war es in der Halle vor mehr als 10.000 Zuschauern spürbar ruhig geworden, weil es den Ludwigshafenern gelang, die Begegnung völlig offen zu gestalten. „Das war ei guter Auftritt“, sagte Matschke später. Bis knapp 20 Minuten vor dem Ende war sogar eine kleine Sensation denkbar, den die Kieler konnten sich nicht absetzen, beim 20:19 (41.) lagen die Eulen sogar in Führung.

Morgen Abend geht es schon weiter

Danach genügte aber eine kurze Schwächephase im Angriff, um 20:24 in Rückstand zu geraten – und diesen Vorsprung ließen sich die Kieler nicht mehr nehmen. Bitter war zudem, dass Kapitän Gunnar Dietrich ab der 44. Minute nicht mehr mitspielen konnte, der Abwehrchef hatte nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte gesehen.

Morgen Abend (19 Uhr) haben die Eulen gegen Leipzig die nächste Gelegenheit, die ersten Punkte der Saison zu holen. Der Titelfavorit aus Kiel war letztlich ja kein Gradmesser für die Wettbewerbsfähigkeit der Mannschaft von Ben Matschke. Die gute Leistung macht trotzdem Mut für das nächste Heimspiel.

So spielten sie

THW Kiel: Quenstedt, Niklas Landin - Reinkind (3), Duvnjak (2), Bylik (1) - Ekberg (7/5), Dahmke (2) - Wiencek (1) - Magnus Landin (3/1), Kristjansson, Weinhold (3), Rahmel, Zarabec (3/3), Horak, Pekeler (2), Nilsson (3)

Eulen Ludwigshafen: Hanemann, Tomovski - Müller (2), Mappes (1), Dietrich (2) - Falk (6), Hofmann (1) - Haider - Stüber (1), Scholz (2), Remmlinger (1), Durak, Bührer (3), Wagner (5), Dippe (2), Klein (1)

Spielfilm: 3:3 (9.), 7:7 (20.), 10:11 (25.) 15:14 (Hz), 19:19 (41.), 22:20 (46.), 27:23 (52.), 30:27 (Ende) - Siebenmeter: 13/9 - 0/0 - Zeitstrafen: 2/6 - Rote Karte: Dietrich (44., dritte Zeitstrafe) - Beste Spieler: Weinhold, Nilsson - Falk, Hanemann - Zuschauer: 10.250 - Schiedsrichter: Zupanovic/Thone (Berlin).

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