Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein schlauer Balleroberer

Diadie Samassekou (links).
Diadie Samassekou (links).

Die TSG 1899 Hoffenheim hinkt in der Bundesliga ihren Ansprüchen hinterher. Und am Mittwoch (20.30 Uhr) gastiert auch noch RB Leipzig in Sinsheim. Diadie Samassekou ist dann besonders gefordert.

Sebastian Hoeneß, der Trainer der TSG, rotiert in dieser Saison wegen der zusätzlichen Belastung durch die Europa League viel. Aber immer, wenn ein ganz wichtiges Spiel ansteht, dann ist Diadie Samassekou in der Anfangsformation. Der Mann aus Mali hat sich in dieser Saison als „Sechser“ festgespielt. Der 24-Jährige ist gesetzt. „Vergangene Saison hatte ich einige Verletzungen, aber schon da bestritt ich einige Spiele. In dieser Saison spüre ich, dass ich ein wichtiger Teil der Mannschaft bin. Es ist für mich wichtig, viele Spiele zu machen. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann, ihre Ziele zu erreichen“, sagte der Abräumer aus Mali, der vielleicht sein bestes Spiel für die TSG Anfang September machte – beim 4:1 gegen den FC Bayern. Sebastian Hoeneß lobte nach dem Coup seinen Mittelfeldakteur überschwänglich. „Er ist ein unglaublicher Ballklauer, da hat er Fähigkeiten wie kaum ein anderer in der Liga. Eine enorme Waffe, eine Schläue, Bälle zu klauen, zu antizipieren, damit gibt er jeder Mannschaft Stabilität“, meinte Hoeneß.

„Jeder braucht Zeit in einem neuen Verein. Der eine ein wenig mehr, der andere etwas weniger. Aber die letzte Saison war nicht wirklich schlecht für mich, am Ende konnte ich auf meiner Position spielen. Das war wichtig, damit ich mein Potenzial zeigen konnte“, sagte der Mittelfeldakteur der RHEINPFALZ. Im Zentrum der TSG 1899 agiert er meist defensiver als seine Kollegen, er schließt Lücken hinter Sebastian Rudy, Dennis Geiger oder Florian Grillitsch

Ins Rampenlicht gesetzt hat sich Diadie Samassekou in Österreich, bei RB Salzburg. „Salzburg war ein wichtiger Schritt in meiner Karriere, denn es war mein erster großer Klub in Europa. Man hat mir dort geholfen, mich zu verbessern und das Spiel besser zu verstehen. Ich hoffe, dass wir in der Europa League noch auf sie treffen, wenn wir weiter kommen“, erläuterte der 24-Jährige. Diadie Samassekou kam vor der vergangenen Spielzeit von RB, rund zwölf Millionen Euro überwiesen die Hoffenheimer damals. Das 1:4 am Sonntag bei Bayer Leverkusen – ein erneuter Rückschritt auf dem Weg nach oben. „Wir werden aus unseren Fehlern lernen. Vor dem Sieg gegen Augsburg hatten wir einige schwere Spiele. Wir waren phasenweise gut, vor allem in der zweiten Halbzeit, aber wir müssen das Niveau 90 Minuten lang halten“, analysierte Samassekou.

Der Balldieb hat sehr früh auf die Karte Fußball gesetzt. Bereits im Alter von elf Jahren verließ er sein Elternhaus in Faladie. Sein Talent wurde erkannt, er ging für ein halbes Jahr in die JMG Academy, die vom früheren französischen Nationalspieler Jean-Marc Guillou gegründet wurde. Mit 14 Jahren kehrte er dorthin zurück.

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