Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel DTM: Zurück zu den Wurzeln

So feierte Thomas Preining seinen DTM-Gesamterfolg am Sonntagmorgen.
So feierte Thomas Preining seinen DTM-Gesamterfolg am Sonntagmorgen.

Die DTM, die so lange auf der Kippe stand, ist als Profiserie etabliert. In Sachen GT Masters besteht beim ADAC aber Handlungsbedarf.

Drei Jahre hat die DTM, deren Saison am Sonntag auf dem Hockenheimring mit dem Gesamterfolg des Österreichers Thomas Preining endete, unter GT3-Reglement absolviert, mittlerweile ist die einstige „Tourenwagen“-Serie wieder stabil etabliert, hat ihren festen Platz im Motorsportkalender. Die Zuschauerzahlen vor Ort stimmen, die TV-Einschaltquoten auch, die Rennen bieten meistens spannende Unterhaltung. Die Zukunft der traditionsreichen Serie ist unter dem ADAC-Schutzschirm, der Ende 2022 aufgespannt wurde, als alles auf der Kippe stand, ebenfalls gesichert.

Freud und Leid

Anders sieht es beim ebenfalls vom ADAC veranstalteten GT Masters aus. Die „Liga der Supersportwagen“ ist abgestürzt, kämpft mit dramatischem Teilnehmerschwund. Die vermeintliche „Degradierung“ zur Rahmenserie der DTM hat viele Teams verschreckt.

In seinen Anfängen war das GT Masters eine Serie für Nicht-Profis. Es hat sich aber immer mehr professionalisiert, immer mehr Hersteller engagierten sich mehr oder weniger offen. Was auch von kleineren Teams heftig kritisiert wurde, die das Verschwinden der ursprüngliche Idee beklagten und ihr Engagement wegen zunehmender Chancenlosigkeit auf den Prüfstand stellten. Eine echte Daseinsberechtigung im aktuellen Umfeld hat das GT Masters als Pool für aufstrebende Talente, quasi als Vorstufe für die DTM, ergänzt durch rennbegeisterte Nicht-Profis. Es gibt diesbezüglich auch Pläne, unter anderem sollen keine Werksfahrer mehr zugelassen werden.

Bessere Abgrenzung nötig

Die Übernahme der DTM durch den ADAC samt aller Konsequenzen ist kommunikativ sicher nicht optimal gelaufen. Das war auch der Dringlichkeit geschuldet. Nun war Zeit, die Gemüter zu beruhigen. Platz ist für DTM und GT Masters, wenn die Abgrenzung deutlich und sinnvoll gestaltet wird. Dann kann auch das GT Masters wieder ein funktionierendes Geschäftsmodell sein. Und muss nicht zum Auslaufmodell werden.

Mehr zum Thema
x